Heisser Draht: Ärger um Geburtstagsparty im Bad

Heisser Draht : Ärger um Geburtstagsparty im Bad

Hückeswagen (büba) Einen aktionsreichen Tag bei ihrem Opa wollte Heinz Berger seinen beiden Enkeln aus Duisburg jetzt im Bürgerbad bieten. Der Hückeswagener, seit Jahren Mitglied der Frühschwimmer, ging mit dem Neun- und dem Zwölfjährigen daher ins Bürgerbad - und verließ es später verärgert.

Hückeswagen (büba) Einen aktionsreichen Tag bei ihrem Opa wollte Heinz Berger seinen beiden Enkeln aus Duisburg jetzt im Bürgerbad bieten. Der Hückeswagener, seit Jahren Mitglied der Frühschwimmer, ging mit dem Neun- und dem Zwölfjährigen daher ins Bürgerbad - und verließ es später verärgert.

Was war geschehen? Ein Teil des großen Beckens vor den Springtürmen war für eine Geburtstagsparty abgetrennt; dort waren Teile der Mattenbahn aufgebaut worden. Als Bergers Enkel mittoben wollten, wurde ihnen das vom Bademeister mit Verweis auf die bezahlte Geburtstagsfeier verwehrt. Doch ihr Großvater war überhaupt nicht damit einverstanden, dass ein Teil des Schwimmerbeckens für die übrigen Badegäste nicht benutzbar war: "Wenn man den normalen Eintritt bezahlt, will man auch den normalen Betrieb erleben", sagte Berger am "Heißen Draht" der BM. So habe er sich wie ein Badegast zweiter Klasse gefühlt. Und für die Enkel sei das ein frustrierender Nachmittag gewesen, betonte er. "Ich fördere das Bürgerbad, so gut ich kann. Aber das habe ich noch nie erlebt", sagte der Hückeswagener verärgert.

Thomas Nebgen, einer von drei ehrenamtlichen Geschäftsführern der Bürgerbad gGmbH, bestätigte den Vorfall gestern auf Anfrage unserer Redaktion. "Wir richten häufig Geburtstagsfeiern im Bad aus", sagte er. Nach Rücksprache mit dem Bademeister sagte Nebgen, die Enkel des Badegastes hätten auf dem aufblasbaren Wasserspielgerät mitspielen wollen. Da sie aber nunmal nicht zur Geburtstagsgesellschaft gehörten, hätte er es ihnen nicht gestattet. "Für die Animation war schließlich gezahlt worden", betonte der Geschäftsführer.

Das Bürgerbad nutzt auch die Möglichkeit, Geburtstagspartys im Wasser auszurichten, um Geld einzunehmen. "Das ist für viele Kinder, aber auch für Eltern sehr attraktiv", hat Nebgen festgestellt. So könnten sie sich auf die Animateure verlassen, die sich um die Betreuung der Kinder im Becken kümmerten und dem Treiben gelassen zuschauen.

Die Feiern in das Nichtschwimmerbecken zu verlegen, geht nicht, weil es nicht tief genug ist. Denn die Kinder springen zum Beispiel von dem hohen Kunststoffturm ins Wasser; dafür müssten Teile der Mattenbahn aber im großen Becken aufgebaut sein. Nebgen findet, dass es den Badbesuchern durchaus auch mal zuzumuten ist, auf einer Bahn nur 20 statt 25 Meter zu schwimmen. "Letztlich kann man es nicht allen recht machen", sagte er. Die Badleitung werde an der gängigen Praxis nichts ändern.

(RP)
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