Hückeswagen: "Absage ist konsequent"

Hückeswagen : "Absage ist konsequent"

Drastisch verschärft wurden die Sicherheitsbedingungen für Großveranstaltungen nach der Loveparade-Katastrophe nicht. Das sagt der Hückeswagener CDU-Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach. Er räumt aber ein: "Die Vorschriften werden deutlich konsequenter als vorher angewendet und überwacht."

Bereits bei der Bewerbung 2009 sei klar gewesen, dass es schon aufgrund der Topographie in der Kleinstadt schwierig werden würde, die Verkehrsströme beim NRW-Tag zu lenken und die Massen von Menschen aufzunehmen.

Biesenbach: "Man muss aber dazu sagen, das die Zahl der Besucher erst in den zurückliegenden Jahren diese enormen Dimensionen angenommen hat. Das war 2009 noch nicht so." Angesichts der zu erwartenden Menschenmengen und der nach wie vor nicht gelösten Frage der Verkehrslenkung sei die Absage nun "konsequent, denn offenbar wäre die Problematik eben nicht zu beherrschen gewesen".

Der Landespolitiker verweist im Übrigen darauf, dass die Bever aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu den Veranstaltungsorten beim NRW-Tag gehören sollte. "Damit ist das Herzstück, das in der Bewerbung eine Schlüsselrolle gespielt hat, weg gefallen. Übrig geblieben wäre letztlich nur ein überdimensionales Altstadtfest." Auch von daher halte sich sein Bedauern über die Absage in Grenzen.

"Sehr schade" findet es Biesenbach allerdings, dass die Stadt nicht auf den Kreis zugegangen sei mit dem Ziel, das Fest gemeinsam auszurichten und die Veranstaltungsorte auf die Kommunen im gesamten oberbergischen Norden zu verteilen. "Das hätte alles entzerrt und die Problematik beherrschbar gemacht", ist der Politiker überzeugt.

(RP)
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