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Hückeswagen: 500 Kinder beim Martinsumzug - aber keine Lämpchen am Rathaus

Hückeswagen : 500 Kinder beim Martinsumzug - aber keine Lämpchen am Rathaus

Stimmung, Wetter und Atmosphäre waren bestens, als sich gestern am frühen Abend etwa 500 Kinder zum St. Martinsumzug der Löwengrundschule an der Kölner Straße trafen. Zu den 450 Mädchen und Jungen gesellte sich auch eine Abordnung der Erich-Kästner-Schule, die sich mit 40 Schülern dem Zug anschloss.

Alle Teilnehmer trafen sich mit ihren bunten und selbst gebastelten Laternen an ihren jeweiligen Standorten, um von der Kölner Straße gemeinsam über die Weierbachstraße, die Goethestraße und den Schmittweg hoch zum Schloss zu ziehen.

Hier sorgten Viertklässler für Trompetenmusik, ein Gedicht wurde vorgetragen - und alle gemeinsam stimmten die Schüler das Martinslied an. Die Leiterin der Löwengrundschule Beate Dickentmann begrüßte die große Schar.

Verzichten mussten alle Teilnehmer gestern Abend allerdings auf die roten Lämpchen, die in den Vorjahren immer so schön heimelig hinter jedem Rathausfenster leuchteten. Sie durften aus Sicherheitsgründen nicht mehr aufgestellt werden. Das Immobilienmanagement der Stadt hatte sie geprüft und für nicht mehr geeignet eingestuft. "Schade, denn sie sorgten immer für eine schöne Atmosphäre", sagte Dietlinde Müller, Leiterin des Bürgerbüros. Um aber jedes Fenster im Rathaus neu zu bestücken, hätte die Stadt eine hohe vierstellige Summe investieren müssen, "und das gibt die Haushaltslage der Stadt einfach nicht her", sagte sie. Die Lämpchen bestanden aus einer Fassung auf einem Holzbrett, in die eine Lampe reingedreht wurde. "Vielleicht finden wir für die nächsten Jahre ja Sponsoren, und wir können wieder Lämpchen hinter die Fenster stellen", wirbt Dietlinde Müller um das Engagement großzügiger Spender. Die Lämpchen müssten stabil auf der Fensterbank stehen und LEDs haben. Der Stimmung taten die fehlenden Lämpchen keinen Abbruch. Frohen Mutes zogen die Martinssänger zurück in die Schulen. In den Klassen gab es die begehrten Weckmänner - und auf dem Schulhof der ehemaligen Katholischen Grundschule an der Kölner Straße 25 ein großes Treffen aller Beteiligten. Förderverein und Eltern sorgten dort für die Verpflegung der kleinen und großen Gäste.

(RP)