40. Altstadtfest Hückeswagen: Drahtzieher schüren das "Altstadtfest-Fieber"

Hückeswagen: Die "Drahtzieher" schüren das "Altstadtfest-Fieber"

Zum 40. Altstadtfest gab es im Kultur-Haus Zach ein dreitägiges Programm, unter anderem mit Musik der 70er.

Wie in den vergangenen Jahren feierten die Hückeswagener die inoffizielle Eröffnung ihres Altstadtfestes schon am Freitagabend feucht-fröhlich an den Getränkeständen auf der Festmeile. Während auf dem Schlossplatz vereinzelte Regentropfen das "Altstadtfest-Fieber" kaum senken konnte, feierten die Besucher des Kultur-Hauses Zach zusammen mit der Solinger Coverband "Drahtzieher" eine eher beschauliche Party mit Rockklassikern von Leonard Cohen, Lenny Kravitz, David Bowie und den Rolling Stones. Bei Rockballaden wie "It never rains in Southern California" und "Johnny Walker" sang das Publikum im Chor eifrig mit.

"Als die Planung für die Jubiläumsfeier des Altstadtfestes anrollte, wollten wir uns im Kultur-Haus mit einem zusätzlichen Programmpunkt im Stil der 70er Jahre beteiligen", erläuterte Stefan Noppenberger vom Trägerverein. Die "Drahtzieher" schienen mit ihrem gemischten Repertoire aus Balladen und Rocksongs diesen Anspruch zu erfüllen. Noppenberger: "Über das Mobiltelefon habe ich mir eine musikalische Probe der Band angehört und war so begeistert, dass ich die fünf Musiker prompt für unsere 70er-Jahre-Party engagiert habe."

Für das Kultur-Haus Zach war das Freitagabendkonzert ein Experiment mit mäßig überzeugendem Erfolg. Vereinzelt schneiten Besuchergruppen in den Saal hinein, lauschten mal länger, mal kürzer den von Ingo Leuchter vorgetragenen Stücken, applaudierten brav und verließen dann auch wieder die Szene.

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"Wir sind während der Pause lieber auf den Schlossplatz gegangen", meinte etwa Birgit Althoff. Zusammen mit ihrem Mann Ulrich stellte sie fest: "Das Zusatzkonzert hier im Kultur-Haus wird gerade am Altstadtfest-Freitag von den Leuten nicht so angenommen. Die wollen sich alle am Schloss treffen. Das war schon immer so."

Das Programm gestern dagegen - am Samstag war nur das "Altstadt-Café geöffnet - war gut besucht. So berührten die Wuppertaler Straßenmusiker Charlotte Jeschke und Florian Franke des Wuppertaler Duos "TalGold" mit Cello und Keyboard das Publikum mit ungewohnt melancholischen Interpretationen. Später spielte Björn Schöneich mit seiner Wuppertaler Band Klassik, Pop und Jazz vor ebenfalls fast vollem Haus,

Stefan Noppenberger zeigte sich mit dem Zuspruch der Besucher am Wochenende letztlich zufrieden. "Auch wenn es den einen oder anderen wegen des Wetters wohl nicht in die Stadt gezogen hat."

(mpa)
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