Zum Tag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 lesen Schüler Texte auf dem Wildauer Platz in Hückelhoven

Schüler und Lehrer lesen in Hückelhoven : Aktion „Lesen gegen das Vergessen“

Die Nationalsozialisten ließen am 10. Mai 1933 in vielen Städten Bücher verbrennen.

Anlässlich des Tages der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Bebel-Platz in Berlin und vielen anderen Orten Deutschlands gedenken Schüler und Lehrer des Gymnasiums der Stadt Hückelhoven und der Hauptschule an der Schlee sowie Vertreter von Pax Christi und der evangelischen Kirche der Autoren, deren Werke nur kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verbrannt und verboten wurden.

In prophetischer Voraussicht hat Heinrich Heine 1821 aufgezeigt, wohin diese Gesinnung der Gewalt und Menschenverachtung führt: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Die Organisatoren lesen am Freitag, 10. Mai, von 10 bis 15.30 Uhr auf dem Wildauer Platz Texte, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Neben bekannten Autoren wird auch an Dichter erinnert, deren Werke nach der Nazi-Diktatur nicht mehr veröffentlicht wurden. „Denn wir wollen erinnern und nicht vergessen!“, heißt es in der Einladung.

(RP)
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