Zirkus-Projektwoche in der Grundschule Hilfarth mit Zirkus Regenbogen 2019

Grundschule Hilfarth : Im Zirkus Ziele spielerisch erreichen

Fast 200 Hilfarther Grundschulkinder durften während der Projektwoche Zirkusluft schnuppern. Nicklas Lagrin und der Mitmach-Zirkus Regenbogen gastierten auf der Wiese neben dem Schulhof.

Die eigenen Ängste überwinden, das Selbstbewusstsein stärken, dabei Spaß an der Bewegung und an der Arbeit in der Gruppe finden, Ziele spielerisch erreichen: Der Mitmach-Zirkus Regenbogen schlug sein buntes Zelt an der Hilfarther Gemeinschaftsgrundschule auf. Für die knapp 200 Mädchen und Jungen standen nicht mehr Rechnen, Lesen und Schreiben auf dem Stundenplan, sondern Artistik, Jonglieren oder Feuerschlucken.

Schulleiterin Sabine von Livonius, die acht Klassenlehrer sowie sechs Fachlehrer merkten schnell, wie sich die kleinen Nachwuchs-Artisten aus dem ehemaligen Korbmacherdorf veränderten. Viele verborgene Talente seien in der Projektwoche zum Vorschein gekommen, zum Beispiel beim Tellerdrehen, sagte die Hilfarther Rektorin begeistert. Mit einem großen Sponsorenlauf vor den Osterferien, bei dem Unterstützer die Grundschüler für jeden zurückgelegten Kilometer bezahlten, wurde das ungewöhnliche Zirkusprojekt finanziert.

Die Eintrittspreise für den Besuch der beiden Zirkusvorstellungen zum Abschluss der Projekttage habe man bewusst niedrig gehalten, so Sabine von Livonius – Kinder zahlten einen Euro, Erwachsene drei Euro. Als die Hilfarther Mädchen und Jungen in der Manege zeigten, was Zirkusdirektor Nicklas Lagrin und seine Familie ihnen innerhalb weniger Tage beigebracht hatten, staunten die Eltern, Geschwister, Omas und Opas. „Wir hatten die Kinder gebeten, zu Hause vorher nicht zu verraten, mit welcher Nummer sie auftreten“, so Sabine von Livonius. Sie lud die zahlreichen Zuschauer ein, „die Kinder mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen“.

Regeln einhalten, Verantwortung übernehmen, Teamgeist entwickeln, dabei den Mitschülern auch mal Hilfestellungen geben: Zirkus-Chef Nicklas Lagrin aus Linnich, dessen achtjähriger Sohn Andrew durch das Programm führte, hat hohe Anforderungen an die Grundschulkinder. Mit Ehefrau Simone, die wie er aus einer Artistenfamilie stammt, und Tochter Sharon sorgt er für einen reibungslosen Ablauf der rund zweistündigen Show. „Und klatschen“, fordert Lagrin die vielen Besucher schon zu Beginn auf.

Dann betreten die kleinen Akrobaten die Manege. „Konzentration jetzt, Arme hoch“, gibt Nicklas Lagrin klare Anweisungen, als sich die Gruppe zu menschlichen Knie- und Sitzpyramiden aufbaut. Die Jongleure werfen bunte Ringe in die Luft und fangen sie geschickt auf. Als farbenfroh kostümierte Clowns sind sechs Hilfarther Grundschüler dabei. Sie tricksen Zirkusdirektor Nicklas Lagrin raffiniert aus, lassen mit dem Zauberspruch „Abrakadabra“ eine Möhre unter einem Tuch verschwinden und antworten auf die Frage, ob sie nun fertig seien, mit „sogar fix und fertig“.

Vier junge Luftakrobatinnen lassen dem Zirkuspublikum den Atem stocken. Nur mit den Füßen halten sie sich an den Reifen fest, während sie sich allein oder zu zweit am Seil in atemberaubender Geschwindigkeit um die eigene Achse drehen. „Action, schneller, das ist ganz großes Kino“, ruft Nicklas Lagrin ins Mikrofon, als die Tellerdreher ihr Können unter Beweis stellen.

Viel Applaus belohnt die kleinen Artisten nach den beiden gelungenen Vorstellungen auf der Wiese neben dem Hilfarther Schulhof.

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