Hückelhoven: Zechenhistorie auf zwölf Kalenderblättern

Hückelhoven: Zechenhistorie auf zwölf Kalenderblättern

Förderverein Schacht 3 verkauft auf dem Weihnachtsmarkt den ersten Kalender von Sophia-Jacoba in alten Bildern.

Ein ganzes Jahr lang Zechenhistorie an der Wand: Zum ersten Mal hat der Förderverein Schacht 3 einen Kalender mit Bildern aus der Geschichte von Sophia-Jacoba zusammengestellt. "Der Verkauf läuft gut", freut sich Vorsitzender Detlef Stab. Von einer Auflage von 200 Stück sind 130 Kalender für je 7 Euro bereits verkauft.

Erhältlich ist "Zeche Sophia-Jacoba 2018" ab heute am Stand von Schacht 3 auf dem Hückelhovener Weihnachtsmarkt sowie donnerstags zwischen 9 und 12.30 Uhr im Maschinenhaus, Sophiastraße.

  • Hückelhoven : Stab jetzt Ehrenvorsitzender der Bergkapelle Sophia-Jacoba

Manfred Rütten, Geschäftsführer der Heinsberger Firma HS-Grafik, hatte den Förderverein angesprochen. Städtekalender des m + m Verlages mit alten Fotos sind schon in Erkelenz, Wegberg, Aachen, Mönchengladbach und vielen anderen Städten erschienen. Ausschließlich Schwarz-Weiß-Bilder wurden für Hückelhoven ausgesucht. Auf dem Titelblatt prangt Schacht 3, daneben stehen Porträts des Bergbau-Pioniers Friedrich Honigmann und der Eigner-Gattinnen Sophie und Jacoba.

Wer die Monate umblättert, lernt die erste Belegschaft von 1911 kennen, sieht Kumpels am Förderkorb 1956, das Zechengelände mit Schacht 1/3 1957, Blick von Schacht 1 auf den Wadenberg 1927, den Bohrturm von Schacht 3 und das Fördergerüst 2005. Die turbulenten Zeiten des Kampfes um den Erhalt von Sophia-Jacoba zeigen Fotos vom Marsch auf Bonn mit der Unterschriften-Lore vom 19. April 1989, der Fackelzug der Fraueninitiative 1991 (4000 Teilnehmer), die Grubenfahrt mit Superintendent Eberls und Bischof Hemmerle und die zehn Tage Untertagestreik in 600 Metern Tiefe. Zu sehen ist auch die Bergarbeiterkirche St. Barbara und im Dezember die geschnitzte Barbara-Figur aus der Schachthalle.

(gala)