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Wald, Wohnung und Wiese in Flammen​: In Hückelhoven brennt es gleich vierfach​

Wald, Wohnung und Wiese in Flammen : In Hückelhoven brennt es gleich vierfach

Die Feuerwehr mussten am Wochenende zu einem Waldbrand, einem Gartenbrand, einem Wiesenbrand und einem Dachstuhlbrand ausrücken. Die Hitzewelle begünstigt die Ausbreitung solcher Feuer.

(cpas) Hinter der Hückelhovener Feuerwehr liegt ein intensives Wochenende. Gleich vier Feuer mussten die Wehrleute in Ratheim, Doveren, im Wald und auf dem Feld löschen.

So stand am Sonntagnachmittag auf der Buscher Bahn in Ratheim der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Flammen. Aus unklarer Ursache war zuvor auf einem Balkon im Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen, das auf das Dach übergriff. Insgesamt waren 54 Feuerwehrkräfte im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Die Bewohner des Elfparteienhauses konnten sich allesamt retten, ein Feuerwehrmann klagte während des Einsatzes über Kreislaufprobleme und musste versorgt werden. Die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, sowie die darunterliegende sind aufgrund der starken Rauchentwicklung zunächst unbewohnbar. Durch heruntergefallene Dachziegel sind zudem drei Autos zum Teil schwer beschädigt worden.

 Auf der Buscher Bahn in Ratheim brannte der Dachstuhl dieses Hauses.
Auf der Buscher Bahn in Ratheim brannte der Dachstuhl dieses Hauses. Foto: Uwe Heldens

Am Samstagnachmittag mussten die Wehrleute bereits einen Waldbrand in der Nähe von Rurich löschen, der sich bereits auf eine Größe von 400 Quadratmeter ausgeweitet hatte. Aus unklarer Ursache war das wegen der Hitzewelle völlig ausgetrocknete Unterholz in Brand geraten, die Flammen hatten bereits auf Bäume übergegriffen. Die Feuerwehr löschte das Feuer.

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Noch auf dem Rückweg ging es allerdings weiter: In Doveren hatte sich ein Feuer in Windeseile über mehrere Gärten ausgedehnt. Die schwarze Rauchsäule erkannten die sich eigentlich auf dem Rückweg befindenden Wehrleute schon aus der Ferne. Auch hier ist die Brandursache nicht geklärt. Zwei Gartenhäuser, ein Gewächshaus, 50 Meter Hecke und 100 Quadratmeter Wiese gerieten in Brand und fielen letztlich den Flammen zum Opfer. „Die starke Rauchentwicklung machte den Einsatzkräften zusätzlich zu schaffen da eine Sicht gleich null herrschte und die Kräfte nur unter Atemschutz vorgehen konnten“, erklärte Feuerwehrsprecher Josef Loers. Drei dehydrierte Wehrleute mussten behandelt werden. Zu Einsatzbeginn mussten die Kräfte zudem einen Hydranten mit Gewalt öffnen, um an genügend Löschwasser zu kommen. Der Hydrant befand sich auf der Fahrbahn, sodass diese Gefahrenstelle nach dem Einsatz durch den städtischen Bauhof gesichert werden musste.

Gegen 20.10 Uhr geriet dann auch noch eine Wiese in der Nähe des Rur-Radwanderwegs in Brand. Da die Einsatzkräfte schnell vor Ort waren, konnten sie die betroffene Fläche auf 50 Quadratmeter eingrenzen.