Vereinigung der Karnevalsgesellschaften der Erkelenzer Lande (VKEL) feiert 55 jahre Jubiläum

55 Jahre VKEL : Ungewöhnlicher Sessionsorden

Prinzenpaare, Dreigestirne und Abordnungen der Mitgliedsgesellschaften folgten der Einladung der Vereinigung der Karnevalsgesellschaften der Erkelenzer Lande. Zum 55-jährigen Bestehen wurden Orden vergeben.

Im Saal Sodekamp-Dohmen empfingen Jürgen Boix als Vorsitzender und VKEL-Geschäftsführer Josef Lemmen die zahlreichen Delegationen. Zum 55-jährigen Bestehen hatte sich der Vorstand etwas ganz Besonderes einfallen lassen und einen ungewöhnlichen Sessionsorden entworfen, der beim traditionellen Verbandsabend offiziell vorgestellt und dann an die Vereinsvertreter ausgegeben wurde. Boix wies auf die hohe Symbolkraft des Erinnerungsstücks hin. Die Mitgliedsvereine bilden dabei einen Kreis, in der Mitte ist die VKEL dargestellt.

„Wir werden getragen von den Vereinen“, erläuterte der Vorsitzende, der automatisch vom Stellvertreter aufgerückt war, nachdem der langjährige Vorsitzende Bernd Heiss sich im Frühjahr nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Aktuell seien nur drei von sieben Vorstandsposten besetzt, erklärte Boix im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch die Posten als Juryobfrau, Jugendobfrau sowie Beirat konnten nicht mehr besetzt werden. Boix dazu: „Die Jahresversammlung im März wird richtungsweisend sein.“

„Getragen von den Vereinen“ – das drückt der VKEL-Orden aus. Foto: Laaser, Jürgen (jl)

Ob der Baaler dann als VKEL-Vorsitzender kandidieren wird, wollte er beim festlichen Galaabend noch nicht verraten. Auch Ausrichter für das nächste Verbands-Tanzturnier und den Verbandsabend 2019 müssen noch gefunden werden. Bislang seien noch keine Bewerbungen beim Vorstand eingegangen, so Boix. Wegen des Jubiläums hatte die Vereinigung den Abend diesmal selbst ausgerichtet.

Für das Überreichen der VKEL-Sessionsorden gab es eine strenge „Hierarchie“: Zuerst waren die Gesellschaften mit Tollitäten an der Reihe, geordnet nach dem Gründungsjahr, danach die Delegationen ohne Narrenregenten, ebenfalls nach Alter sortiert. Als ältester Mitgliedsverein machte dabei die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG), 1832 aus der Taufe gehoben, den Anfang. Die blau-weiße Abordnung war mit ihrem Prinzenpaar Frank und Andrea Maraite an der Rurbrücke erschienen.

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Auch die KG Katzeköpp aus Katzem (1857 gegründet) und die Karnevalsgesellschaft aus Gerderhahn, die seit 1860 besteht, können auf eine sehr lange Tradition verweisen – sie folgten der EKG und nahmen die schmucken Auszeichnungen ebenfalls entgegen.

VKEL-Chef Jürgen Boix erinnerte an die Gründung anno 1964 mit nur neun Mitgliedsvereinen, 26 sind es aktuell. Zum 55-jährigen Bestehen hatte der Vorstand ein buntes Programm zusammengestellt, das ganz nach dem Geschmack der jecken Gäste war, die zum letzten Karnevalstermin in diesem Jahr nochmal zum Feiern zusammenkamen.

Für ausgelassene Stimmung sorgten unter anderem die Musiker von „Hat wat“, „Sang- und klanglos“ und „Zollhaus Colonia“. Bauchredner Peter Kerscher hatte seine vorlaute Kuh Dolly mitgebracht. Tanzmariechen Laura Joswig wurde von der KG Tipp Doveren nach Hilfarth entsandt, aus Klinkum waren die „Klötschköpp“ angereist, die mit ihren stimmungsvollen Karnevalshits begeisterten. „Lost in space“ lautete das futuristische Motto des Herrenballetts der Immeroder Seckschürger. Auch die Prinzengarde der EKG trat auf.

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