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Umfrage der Teilhabekreise: Wie behinderte Menschen ihre Freizeit verbringen

Preisübergabe in Hückelhoven : Wie behinderte Menschen jetzt ihre Freizeit gestalten

Keine Arbeitsmöglichkeit, kein Familienbesuch. Der Lokale Teilhabekreis hat nachgefragt, was Menschen mit Behinderung in der Corona-Zeit unternehmen. Als Dank für ihre Anregungen erhielten die ersten Teilnehmer der Umfrage einen kleinen Preis.

Die Koordinatorinnen der Lokalen Teilhabekreise Geilenkirchen und Hückelhoven, Nicole Abels und Adelheid Venghaus, haben im Rahmen einer Umfrage herausgefunden, wie Menschen mit Behinderung in der aktuell veränderten Zeit ihre Freizeit verbringen.

Kontaktbeschränkungen und nicht zur Arbeitsstätte gehen zu können, zwingen Menschen mit Behinderung dazu, ihre Freizeitgestaltung zu verändern. Die Rückmeldungen waren ausführlich. Ein Teilnehmer der Umfrage malte ein Bild. „Er spaziert gerne durch den Wald und malte, was er sah: einen Wald nach einem Sturm. Bäume beugen ihre Äste, bei manchen Bäume sind Stamm und Äste abgeschnitten, neue und junge Bäume wachsen nach“, berichtet Adelheid Venghaus. Eine Teilnehmerin ist mit ihrem Umzug beschäftigt und wird dadurch von den Einschränkungen, bedingt durch die Corona-Pandemie, abgelenkt.

Ein Teilnehmer stellte schriftlich dar, was er alles Neues für sich entdeckt hat. So hat er begonnen, mit Holz zu arbeiten, neue Rezepte auszuprobieren, besondere Spielfilme zu schauen und spaziert viel in der Natur und fotografiert die wachsenden und blühenden Blumen und andere Pflanzen. Eine Feier seines Geburtstages ist leider ausgefallen, er hat sich an diesem Tag Waffeln gebacken. Er ist zuversichtlich, dass er ganz bald wieder seine Familie und Freunde treffen kann, freut sich darauf, wieder arbeiten gehen zu können und wird alles nachholen, was er in den letzten Monaten nicht machen konnte.

Die ersten drei Verfasser der Antworten erhielten von den Koordinatorinnen einen kleinen Preis als Dank für ihre Anregungen, die den anderen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wurden.

Die Lokalen Teilhabekreise in den Städten Geilenkirchen, Hückelhoven, Erkelenz, Heinsberg und Gangelt und im Aufbau Übach-Palenberg und Wegberg arbeiten an einer gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben. Nicht überall ist eine selbstverständliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung möglich. Bauliche Barrieren und auch Barrieren im Umgang miteinander lassen Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkung nicht immer an allem teilnehmen. Die Teilhabekreise arbeiten daran, dass dies möglich wird. Die Koordination der Teilhabekreise ist eine Kooperation zwischen dem Caritasverband für die Region Heinsberg, der Katharina-Kasper Via Nobis gGmbH und der Lebenshilfe Heinsberg.

Ansprechpartner: für Hückelhoven KoKoBe, Adelheid Venghaus, Telefon 02433 9399930; für Erkelenz Caritasverband, Judith Preis, Telefon 0170 2192144; für Wegberg Caritasverband, Martina Alba, Telefon 0177 5981450.

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(RP)