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U 18-Wahl auch in Hückelhoven

Auch die Jugend ist politisch interessiert : U18-Wahl auch in Hückelhoven

Neun Tage vor der Bundestagswahl haben alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ.

Am 26. September stehen die Bundestagswahlen an, nach 16 Jahren Amtszeit tritt Kanzlerin Angela Merkel nicht erneut an, so dass eine neue Kanzlerin gewählt wird – oder ein neuer Kanzler. Die Bundestagskandidaten im Kreis Heinsberg sind in der heißen Phase des Wahlkampfes. In den vergangenen Wochen trafen sie zu etlichen Diskussionsrunden und Veranstaltungen zusammen, wo sie sich den Fragen der potenziellen Wählern stellen mussten. Dabei waren sie auch in einigen Schulen zu Gast, wo sie auf eine junge Zuhörerschaft trafen, die in diesem Jahr auf Bundesebene zum ersten Mal wählen darf.

Doch auch die Jugendlichen, die bei dieser anstehenden Bundestagswahl ihre Stimme noch nicht abgeben dürfen, sind durchaus politisch interessiert, haben Erwartungen und Wünsche an ihre Zukunft. Seit 1996 gibt es die sogenannte U18-Wahl, die immer neun Tage vor der eigentlichen Wahl stattfindet, so in diesem Jahr am Freitag, 17. September. Wahlberechtigt sind alle unter 18-Jährigen in Deutschland sowie an deutschen Schulen im Ausland. Weitere Einschränkungen gibt es nicht. Die Wahllokale sollten offen zugänglich sein und können theoretisch überall dort eingerichtet werden, wo sich in der Regel viele Kinder und Jugendliche aufhalten. Dazu zählen Schulen aber auch Jugendeinrichtungen oder etwa Sportvereine.

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In diesem Jahr gibt es auch in Hückelhoven ein Wahllokal, die Jugendeinrichtungen und der Stadtjugendring in Hückelhoven beteiligen sich an der bundesweiten Aktion. Von 13 bis 17 Uhr können am Freitag alle die jünger sind als 18 ihre Stimme im Raum des Stadtjugendrings im Erprobungsstufen-Gebäude des Gymnasiums in der Martin-Luther-Straße abgeben.

Die Auszählung der Stimmzettel erfolgt öffentlich und möglichst durch die jungen Menschen selbst. Die Ergebnisse werden online eingegeben und so automatisch an die Wahlzentrale übermittelt. Die Wahlergebnisse werden zum Schutz niemals für einzelne Wahllokale, sondern immer per Wahlkreis veröffentlicht. Durch die offene Gestaltung von U18-Wahlen sind die Wahlergebnisse nicht repräsentativ im wissenschaftlichen Sinne. Sie können aber einen Eindruck vermitteln, wie die politischen Stimmungen der Kinder und Jugendlichen einzuschätzen sind.

Bei der vergangenen Bundestagswahl im Jahr 2017 gaben knapp 220.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland ihre Stimme bei er U18-Wahl ab. Gefördert wird die U18-Bundestagswahl auf Bundesebene durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für politische Bildung.