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Tommy Engel in Hückelhoven​: Auch nachdenkliche Töne klingen noch nach

Tommy Engel in Hückelhoven : Auch die nachdenklichen Töne klingen noch nach

Das kölsche Urgestein Tommy Engel nahm sein Publikum mit auf eine musikalische Reise durch sein Leben und Schaffen. Sein Motto lautet: „70 Johr op d‘r Welt und 60 Johr op d‘r Bühn‘“.

Die Pandemie, der Ukraine-Krieg, Umweltzerstörung – die Zeiten sind alles andere als einfach. Deshalb gibt es für Tommy Engel keinen Grund, anhaltende Probleme auf der Bühne auszuklammern. Mit seinen fünf Musikern plus Background-Sängerin Frauke Hader machte der ehemalige Frontmann der Bläck Fööss Station in der gut besetzten Hückelhovener Aula. „In der heutigen Zeit kann man nicht einfach auf der Bühne stehen und anfangen“, sagte der 72-Jährige, der auch nachdenkliche Töne anschlug. Haltung sei jetzt gefragt.

Rund zweieinhalb Stunden lang holte der beliebte Kölner alles nach, worauf sein Publikum in der ehemaligen Zechenstadt zwei Jahre lang warten musste. Zwei Konzerttermine mussten seit Mai 2020 wegen Corona verschoben werden, jetzt war es endlich soweit. Dabei feierte Tommy Engel ein ungewöhnliches Doppel-Jubiläum unter dem bezeichnenden Motto „70 Johr op d‘r Welt und 60 Johr op d‘r Bühn‘“.

Der Sänger nahm seine Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch sein ganzes Leben, angefangen bei der Kölner Kult-Band Bläck Fööss, die sich Anfang der 1970-er Jahre gründete und deren Frontmann er bis November 1994 blieb. Auf diese Zeit blickt er heute noch gerne zurück. „Wir hatten einfach Lust, was auf Kölsch zu machen.“ Zur Erinnerung an längst vergangene Zeiten stimmte Engel „Drink doch eene mit“ an, forderte zum Mitsingen auf und urteilte erfreut: „Hier sind alle textsicher.“ Die seiner Meinung nach „ultimative Köln-Hymne“, „Kölle am Rhing“, wolle er seinem Publikum auf keinen Fall vorenthalten. Dann ein kurzer Abstecher zum musikalischen Projekt L.S.E., bei dem die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der drei beteiligten Musiker Rolf Lammers, Arno Steffen und Tommy Engel den Bandnamen ergaben. „Unsere Aussagen haben damals schockiert, aber ich bin froh darüber, dass ich das gemacht habe“, erklärte Engel rückblickend.

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Wie es zu der spektakulären Zusammenarbeit kam? Ganz einfach: „Musiker sagen immer, dass sie was zusammen machen wollen, wenn sie sich treffen.“ Aus den L.S.E.-Anfängen und der ersten Liedersammlung des Trios sang Tommy Engel „Leck ens am Arsch“ und erinnerte mit dem Titel „Ruhm kennt keine Gnade“ an die Entscheidung eines Mannes, sich eine Harley Davidson zuzulegen, als er sich eingestehen muss, dass seine Beweglichkeit mit zunehmendem Alter nachgelassen hat. Mit kölschen Evergreens wie „In unserm Veedel“ beendete der Künstler sein umjubeltes Jubiläumskonzert.