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Hückelhoven: Stelldichein der Sternengucker

Hückelhoven : Stelldichein der Sternengucker

27 Aussteller kamen zur Astronomie-Messe der Astro-AG am Hückelhovener Gymnasium. Das Angebot für interessierte Himmelsbeobachter war vielfältig. Reisen zu den Polarlichtern und Führung durch die Sternwarte.

Sie kommen gerne, freuen sich über die ganz besondere Atmosphäre, die in jedem Jahr bei der Hückelhovener Astro-Messe herrscht. Angela Furth und Stefan Krause betreiben in Bonn ihr Reisebüro mit dem Namen "Eclipse-Reisen". Schon seit 2009 sind sie mit von der Partie, präsentieren ihr ungewöhnliches Angebot, zu den Polarlichtern zu fliegen oder zum Termin einer Sonnen- oder Mondfinsternis im Flugzeug zu sitzen und das besondere Himmels-Spektakel von oben zu erleben. Angela Furth und Stefan Krause schätzen den Astro-Treff in der ehemaligen Bergbaustadt, weil hier keine Profis am Werk sind. Sondern Schüler. "Alle sind hier sehr engagiert. Das Team ist ganz besonders", hat die Reisebüro-Inhaberin festgestellt.

Genau 27 Aussteller aus ganz Deutschland kamen am Wochenende nach Hückelhoven, wo Mehrzweckhalle und Aula-Foyer zur Messehalle wurden. Vier Euro kostete der Eintritt für Erwachsene. "Früher waren es mehr, 45 Aussteller waren mal unser Rekord. Einige kommen aus Altersgründen nicht mehr oder finden es bequemer, einen Online-Shop einzurichten", erzählte Wilfried Reiners, der die Astro-AG am Gymnasium zusammen mit Robert Lebek bereits seit 1998 leitet. Die AG-Teilnehmer - Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 20 Jahren - haben sichtlich Spaß an der Organisation des großen Stelldicheins der Sternengucker. Sie dürfen Kassen- oder Thekendienst verrichten, die Händler zu ihren Messeständen bringen und Besucher-Fragen beantworten.

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Moa Storms ist zwölf und seit drei Jahren in der Arbeitsgemeinschaft. "Ich darf Tassen und Teller einsammeln oder Tische abwischen", umschreibt das Mädchen, das in Doveren zu Hause ist, sein Betätigungsfeld. Die wöchentlichen AG-Treffen oben in der Sternwarte des Gymnasiums machen der aufgeweckten Schülerin sehr viel Spaß. "Bei schlechtem Wetter recherchieren wir im Internet", berichtet sie. Die große Kuppel, die den Blick freigibt in den Sternenhimmel, bleibt dann geschlossen. Schwarze Löcher sind ein Gebiet, das Moa interessiert. "Ich lese aber auch viel von Stephen Hawking."

Neben Teleskopen mit unterschiedlichen Brennweiten, Stativen, Okularen sowie Montierungen sind auch Computersteuerungen zu haben. Viele Händler bieten spezielle Messepreise an. AG-Leiter Lebek nimmt interessierte Besucher zur Führung durch die Sternwarte mit ins benachbarte Gymnasium, dessen Kuppel zur Silhouette der Stadt gehört. Mit der Resonanz auf die Astro-Messe, die die jungen Gastgeber seit elf Jahren auf die Beine stellen, ist er sehr zufrieden. Mit den Einnahmen soll ein großer Flachbildfernseher finanziert werden. "Wenn wir astronomische Filme mit zweieinhalb Stunden Laufzeit ansehen, drängeln sich die Schüler um einen kleinen Laptop-Bildschirm", so Lebek. Grundsätzlich wird der Förderverein des Gymnasiums mit Einnahmen bedacht. "Wenn wir dann mal etwas brauchen, werden unsere Wünsche erfüllt", berichtet der AG-Leiter.

(cb)