Stadtradeln in Hückelhoven Kilometer sammeln auf zwei Rädern

Hückelhoven · Der Kreis Heinsberg beteiligt sich an der Kampagne „Stadtradeln“. Städte wie Erkelenz machen schon einige Jahre mit, nun steigt auch Hückelhoven ein. Los geht’s im September.

 Jeder gefahrene Kilometer zählt – egal zu welcher Uhrzeit.

Jeder gefahrene Kilometer zählt – egal zu welcher Uhrzeit.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Ab dem 3. September wird es ernst für die Fahrradfreunde in Hückelhoven. Dann nämlich starten die drei Wochen bei der Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses für den Kreis Heinsberg, der in diesem Jahr erstmals geschlossen daran teilnimmt. Für Hückelhoven bedeutet das ebenfalls die erste Teilnahme, die Stadt Erkelenz etwa war auch schon in den Vorjahren dabei.

Jeder kann bei dem Wettbewerb, bei dem es darum geht, in dem Zeitraum möglichst viele Kilometer auf dem Rad zurückzulegen, mitmachen. Dazu registrieren sich Interessierte auf der Website www.stadtradeln.de oder in der Stadtradeln-App und wählen ihre Kommune aus. Es besteht zudem die Möglichkeit, in ein Team einzutreten, also mit Freunden und Bekannten gemeinsam Kilometer zu sammeln. Die zurückgelegten Kilometer werden eingegeben und so gesammelt. Das Klima-Bündnis zeichnet die aktivsten Kommunen mit den meisten zurückgelegten Kilometern aus, auch die Stadt Hückelhoven kündigt an, den aktivsten Teams in der ehemaligen Zechenstadt eine Auszeichnung zukommen zu lassen.

Die Kampagne soll den Radverkehr fördern. Um aufzuzeigen, wie wichtig das Radfahren für die Umwelt ist und wie leicht ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann, wird am Ende auch ausgerechnet, wie viel CO2 gespart wurde, dadurch dass die Strecke mit dem Rad und nicht mit dem Auto zurückgelegt wurde. Besonders bei kurzen Strecken innerhalb der Stadt mache sich das bemerkbar.

Gleichzeitig haben die Radfahrer durch die Kampagne die Chance, die Radinfrastruktur in der Stadt zu verbessern. Gerade die, die vielleicht sonst weniger mit dem Fahrrad unterwegs sind, erkennen, an welchen Stellen im Stadtgebiet es noch Verbesserungspotenzial gibt. Über eine Bürgerbeteiligungsplattform können etwa Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege oder eine unübersichtliche Verkehrsführung direkt in einem digitalen Stadtplan gemeldet werden. So kann die Situation der Radfahrer langfristig verbessert werden. Auch einige Prominente unterstützen die Kampagne, die fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2021 etwa ist der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen.

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