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Sexual- und Konfliktberatung der Awo im Kreis Heinsberg immer gefragter

Standort im Kreis Heinsberg besteht schon über 20 Jahre : Beratungsleistungen der Awo immer gefragter

Aufgrund der hohen Nachfrage nach ihren Angeboten hat die Awo-Beratungsstelle für den Kreis Heinsberg mit Sitz in Hückelhoven die Öffnungszeiten erweitert.

(RP) Ratsuchende können jetzt werktags von 8 bis 16 Uhr sowie zusätzlich montags und donnerstags bis 18 Uhr Gespräche wahrnehmen.

Am 2. Januar 2001 öffnete die Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung und Sexualität in Hückelhoven ihre Pforten. Sie wird vom Land und dem Kreis Heinsberg gefördert. Sie sichert neben anderen regionalen Beratungsstellen ein vielfältiges Angebot bei Fragen zu Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität.

Seit ihrer Eröffnung vor über 20 Jahren wird die Einrichtung von Dipl. Sozialarbeiterin Birgit Goertz geleitet und von Heike Philippen verwaltet. Was sich in dieser Zeit getan hat, schildert Birgit Goertz im Jahresbericht 2021, der jetzt erschien: „In den ersten Monaten nach der Eröffnung war unsere Beratungsstelle die einzige im Kreis Heinsberg, die die gesetzlich vorgeschriebene Schwangerschaftskonfliktberatung durchführte. Daher war die Anfrage auch gleich entsprechend gegeben.“

Oft beeinflussten politische Entscheidungen und Neuerungen die Beratungsarbeit stark. So werden seit der Gesundheitsreform und der Einführung des SGB II die Kosten von Verhütungsmitteln für Leistungsempfängerinnen nicht mehr übernommen. Als hilfreich erwies sich dabei der im Jahr 2020 installierte Verhütungsmittelfonds des Kreises Heinsberg, der unbürokratisch Kosten für langfristig wirksame Verhütungsmittel übernimmt, wenn Frauen kein oder nur ein geringes Einkommen haben.

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Im Rahmen der Hilfen für Schwangere in Notlagen beteiligt sich die Beratungsstelle auch an der Mittelvergabe der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ und bewilligte in den vergangenen Jahren jährlich bis zu 200 Anträge. Gemeinsam mit anderen Beratungsstellen hat die Awo einen Leitfaden mit dem Namen „Kleine Schritte zum großen Glück“ für Schwangere und junge Familien im Kreis Heinsberg erarbeitet. Auch die seit Mai 2014 gesetzlich erlaubte Möglichkeit zur vertraulichen Geburt eröffnete ein neues Aufgabengebiet. Doch auch die Präventionsarbeit ist zentrales Anliegen.

Das Team, mittlerweile verstärkt durch Beraterin Ute Küppers und Verwaltungskraft Marina Becker, ist durch die Corona-Pandemie vor neuen Herausforderungen gestellt. Positiver Nebeneffekt: In den vergangenen Monaten haben Menschen die telefonische Beratung in Anspruch genommen, die die Beratungsstelle aus persönlichen Gründen oder aufgrund ihres Wohnortes sonst nicht besucht hätten.

Termine können unter 02433-901 701 vereinbart werden.

(RP)