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Hückelhoven: Schätze aus der Geschichte der Erde

Hückelhoven : Schätze aus der Geschichte der Erde

Die Mineralien- und Bergbaufreunde veranstalteten am Wochenende zum 19. Mal ihre Mineralienbörse.

Bei Liebhabern seltener Mineralien und schöner Edelsteine hat die Börse der Mineralien- und Bergbaufreunde in der Aula und Mehrzweckhalle des Gymnasiums in Hückelhoven einen festen Platz im Terminkalender. Hier wird gestaunt und gefachsimpelt, bewundert und gekauft.

Der Verein besteht seit 1997 und hat gut 130 Mitglieder, die sich aktiv oder auch passiv durch ihre Beiträge am Betrieb des Bergbaumuseums an der Ludovicistraße beteiligen. Die jährlich stattfindende Mineralienbörse ist eine internationale Veranstaltung, an der Händler aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden teilnehmen. In diesem Jahr präsentierten etwa 40 Aussteller ihre Stücke, die auf der ganzen Welt, beispielsweise in Madagaskar, Brasilien oder auch in Marokko, gefunden wurden. Von "einfachen" Celiten über Bernstein und Fossilien bis hin zu wertvollen Smaragden war wirklich alles zu sehen. Den Besuchern wurden aber nicht nur Mineralien geboten. Es gab an vielen Ständen bearbeitete Steine, die zu verschiedenen Tierfiguren, zum Beispiel kleinen Elefanten oder Fischen oder abstrakten Skulpturen geschliffen worden waren. Einige Händler boten Ketten, Ohrringe und Ringe. An einem der Stände gab es Bilder, die aus verschiedenen Mineralienstücken zusammengestellt waren. Eine ältere Dame aus den USA stellt diese in filigraner Handarbeit her. So entstehen kleine Blumensträuße und andere schöne Dinge.

Wer genauer auch feine Details anschauen wollte, der konnte am Infostand der Mineralien- und Bergbaufreunde und auch an einigen anderen Ständen einen Blick durch das Mikroskop werfen und so die Struktur der Steine deutlicher erkennen.

Der Förderverein "Schacht 3" war auch präsent und informierte die zahlreichen Besucher über den Verein ehemaliger Bergleute und die Bergbaugeschichte am Schacht 3 in Hückelhoven, die heute das Besucherbergwerk mit dem Barbarastollen veranschaulicht.

Für Bernsteinfreunde war ein Stand wohl ganz besonders interessant. Direkt am Eingang der Mehrzweckhalle war er positioniert und zeigte eine große Vielfalt an Bernstein, 20 bis 25 Millionen Jahre alt. Der Baesweiler Wilhelm Wilms stellte das "Gold des Meeres" aus den Provinzen Boyacá und Santander, Kolumbien, worin Insekten und Käfer konserviert sind, aus. Der Preis pro Gramm der Steine richtet sich danach, wie viele im fossilen Harz eingeschlossene Insekten zu sehen sind und wie gut der Betrachter sie erkennen kann. Je mehr vorhanden sind, umso teurer wird das gute Stück. Eine Ausnahme stellt ein komplett klarer Bernstein dar, denn solch ein Exemplar wird nicht allzu oft gefunden.

(RP)