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Richtlinie für Verkauf städtischer Grundstücke zum Wohnbau in Hückelhoven

Grundstücke zu moderaten Preisen : Anreiz für Eigenheime auf Hückelhovener Bauland

Die Stadt Hückelhoven hat eine angepasste Richtlinie zum Verkauf städtischer Grundstücke zu Wohnbauzwecken erlassen. Sie gilt ab sofort. Die Zahl der Anfragen Bauwilliger hat sich im Vorjahr fast verdoppelt.

Die Stadt Hückelhoven möchte Bauwilligen durch den Verkauf städtischer Grundstücke zu moderaten Preisen die Schaffung von Wohneigentum ermöglichen. Familien mit Kindern werden durch eine Kaufpreisermäßigung unterstützt. Die Nachfrage boomt, im Vorjahr hat sich die Zahl der Anträge fast verdoppelt. Aktuell liegen auf den Tischen im Amt für Stadtplanung und Liegenschaften rund 460 Anträge auf Erwerb eines städtischen Grundstücks. Für die Vergabe beschloss der Rat jetzt eine neue Richtlinie.

Sie ersetzt die Fassung vom Dezember 2017, tritt sofort in Kraft und regelt die Bedingungen, unter denen städtische Grundstücke erworben werden können. So dürfen Bewerber (mindestens 18 Jahre alt) noch kein Baugrundstück in Hückelhoven besitzen und in der Vergangenheit auch noch keines aus städtischem Besitz gekauft haben. Vorrangig werden Bewerber berücksichtigt, die kein Wohneigentum besitzen, das in den letzten fünf Jahren gebaut oder von dem Interessenten gekauft wurde. An Bauträger und Wohnungsbaugesellschaften verkauft die Stadt keine Baugrundstücke.

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Beim Amt für Stadtplanung und Liegenschaften wird eine Bewerberliste geführt – in der Reihenfolge des schriftlichen Antrags. Wenn mehrere Anträge an einem Tag eingehen und nicht an alle Interessierten ein Grundstück vergeben werden kann, entscheidet das Los. An jeden Bewerber wird nur ein Grundstück vergeben. Und wer sich mit einem Vertreter der Stadt beim Notar an den Tisch setzen möchte, muss der Stadt vor der Beurkundung des Kaufvertrags nachweisen, dass die Finanzierung für Grunderwerb und Baukosten steht.

Je nach Baulandrichtwert und Erschließungsaufwand setzt der Haupt- und Finanzausschuss die Preise für jedes Baugebiet gesondert fest. Besonders Familien mit Kindern möchte die Stadt den Bau des eigenen Häuschens erleichtern, – mit einem Preisnachlass. Der beträgt bei einer Grundstücksfläche von maximal 500 Quadratmetern 2,50 Euro pro Quadratmeter für jedes minderjährige Kind, das bei Kaufvertrags-Abschluss nachweislich im Haushalt der Familie wohnt.

Wer von der Stadt ein Grundstück gekauft hat, verpflichtet sich, innerhalb von zwei Jahren darauf auch ein bezugsfertiges Wohnhaus zu bauen. Ansonsten hat die Stadt auch ein Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag. Die Käufer müssen ihr Haus fünf Jahre lang selbst bewohnen. Wer Bauerwartungsland oder geeignetes Tauschland besitzt, kann bei der Vergabe eines Baugrundstücks vorrangig berücksichtigt werden.