Ratheimer wird nach Tötung mit Samuraischwert am Karsamstag 2019 angeklagt

Ratheimer in Untersuchungshaft : Anklage nach Totschlag mit Samuraischwert

Ein 47-jähriger Ratheimer, der am Karsamstag einen Bekannten mit einem Samuraischwert erschlagen hat, wird wegen vorsätzlicher Tötung im Zustand verminderter Schuldfähigkeit angeklagt. Seit Ostern sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Das Landgericht Mönchengladbach rechnet mit einem Prozessbeginn im November.

Es war ein wildes Zechgelage in dem Haus in der Bergmannssiedlung, das gegen 5.50 Uhr wohl mit einer körperlichen Auseinandersetzung eskalierte. Am Ende lag ein Mann tot in seinem Blut. Der stark alkoholisierte Bewohner des Hauses hatte selbst Polizei und Rettungsdienst gerufen, die ihn mit einem Samuraischwert in der Hand antrafen. Sein Opfer war nicht mehr zu retten. „37 Mal wurde auf Kopf, Hals, rückwärtige Schulterpartie und den rechten Arm geschlagen“, berichtet Fabian Novara, Pressesprecher des Landgerichts, auf Nachfrage der Redaktion. „Dabei entstanden 28 tief gehende Hautdurchtrennungen.“ Der Mann starb noch in der Wohnung.

Der genaue Tathergang und ein Auslöser für eine solche Übertötung müssen wohl erst im Prozess vor dem Schwurgericht herausgearbeitet werden. Bei der Polizei und der richterlichen Vorführung soll sich der Mann unterschiedlich geäußert haben, wobei auch Erinnerungslücken eine Rolle spielten.

(gala)
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