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Hückelhoven: Phil Bates begeistert seine Fans in der Aula

Hückelhoven : Phil Bates begeistert seine Fans in der Aula

Die Fans zücken ihre Handys und bewegen ihre Lippen, weil sie jede Liedzeile auswendig kennen.

Die drei größten Fans sind eigens aus den Niederlanden angereist und tanzen direkt vor der Bühne. Zwei Stunden haben sie auf den großen Moment gewartet. Phil Bates, Frontmann der britischen Band E.L.O. Part 2, die sich als Nachfolger um das musikalische Erbe des seit Mitte der 80er Jahre aufgelösten Electric Light Orchestra kümmert, begeistert seine Fans in der gut gefüllten Aula.

Der britische Musiker im rot-schwarzen Hemd, der im März 65 wurde, hat nicht nur seine Gitarre mitgebracht, sondern auch Ehefrau Joana, die an den Keyboards steht und mit ihm die berühmten Songs wie "Confusion" anstimmt. Bates hat die Einladung des ehemaligen Höhner-Mitglieds Ralle Rudnik gern angenommen, bestreitet mit ihm und vielen Gastmusikern das dreistündige Programm unter dem Motto "Rock Legends Live". Das Konzept: Die Weltstars der Rock- und Popgeschichte zu den Menschen in die Region bringen. Nik Kershaw ("Wouldn't it be good") wirkte im vergangenen Jahr mit. Der Erlös ist für die Aktion Kinderlachen bestimmt, die der Geilenkirchener Projekt- und Veranstaltungsmanager Norbert Zehnpfund 2009 ins Leben rief, um kranke oder benachteiligte Mädchen und Jungen finanziell zu unterstützen.

"Wir machen das nicht nur zum Spaß hier", erklärt Rudnik augenzwinkernd in Richtung Publikum. Spaß gibt es trotz des ernsten Hintergrunds dennoch reichlich. Dafür sorgt auch Daniel Stolz, Sänger der Lebenshilfe-Band "Workshop", der als Eisbrecher die Aula-Bühne betritt und sich von Norbert Winzen, der bei "beets'n'berries" Gitarre spielt, begleiten lässt. Das Duo ist mittlerweile ein eingespieltes Team. Daniel Stolz (34), dessen musikalische Karriere bei den "Rurrockern" der Oberbrucher Rurtal-Schule begann und ihn schon bis in die Russische Föderation führte, singt am liebsten deutsche Lieder. "Du trägst keine Liebe in Dir" von Echt zum Beispiel. Oder Joachim Witts "Goldenen Reiter". Für Daniel Stolz haben sich die Organisatoren des Benefizkonzerts eine ganz besondere Überraschung ausgedacht - der junge Mann mit Handicap darf in Rudniks Tonstudio seine erste eigene CD aufnehmen, 200 Exemplare werden gepresst.

V.I.P., Rudniks Band um Sänger Michael Dorp, sorgt mit dem Police-Song "Sending out an SOS" für ausgelassene Stimmung und das Lebensgefühl der 1980er Jahre. Sängerin Silvia Confido erinnert mit "Purple Rain" an den Todestag des vor genau zwei Jahren verstorbenen Sängers Prince. Mozarts Klänge in einer sehr modernen Variante werden von den fünf Musikern des Symphonic Rock Orchestra aus Mönchengladbach eindrucksvoll interpretiert. Es gab viel Applaus.

(cb)