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Pfingstaktion der Hückelhovener Kommunionkinder - bemalte Steine verschwunden

Pfingst-Aktion in Hückelhoven : Von Kommunionkindern bemalte Steine verschwunden

Für eine kreative Pfingstaktion sollten Kommunionkinder Steine mit einem Motiv des Heiligen Geistes bemalen und in eine Kiste neben dem Haupteingang der Pfarrkirche St. Lambertus legen. Das Problem: Die Kiste wurde mehrfach nachts geleert.

Jeden Morgen bot sich ihr das gleiche Bild. Die Kiste, die sie mit Moos und Erde hübsch dekoriert und neben dem Haupteingang der Pfarrkirche St. Lambertus an der Dinstühlerstraße aufgestellt hatte, war wieder leer. Gemeindereferentin Martina Lesmeister hatte die Kommunionkinder der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) darum gebeten, im Rahmen einer Aktion für die bevorstehenden Pfingsttage Steine mit einem Motiv des Heiligen Geistes kreativ zu bemalen und in die Kiste zu legen.

„Es ist wahnsinnig ärgerlich“, berichtet sie. Etwa eine Woche lang gehe das nun schon so. Die bunt bemalten Steine und auch Blumen – immer wieder weg. Die Mädchen und Jungen hatten einen Umschlag erhalten, in dem sich neben einem kleinen Buch auch Mal- und Bastelmaterial, Süßigkeiten sowie ein Brief an die Familien befand, verbunden mit der Bitte, an der fantasievollen Pfingstaktion teilzunehmen. „Ich selbst habe jetzt schon dreimal Steine bemalt, die über Nacht gestohlen wurden“, sagt die Hückelhovener Gemeindereferentin enttäuscht. Wie viele farbenfrohe Steine insgesamt weggenommen worden seien, könne sie gar nicht sagen, da sie selbst nicht ständig vor Ort sei und die Anzahl folglich nicht kontrollieren könne. Auch ein Hinweisschild mit der freundlichen Bitte, die Steine und Blumen in der Kiste liegen zu lassen, nützte nichts. Dass das Bemalen, Auslegen und kostenlose Mitnehmen der Steine ein Trend ist seit dem vergangenen Jahr, weiß Martina Lesmeister. Sie wünscht sich nun, die Menschen zu sensibilisieren.

Für die Pfingstaktion der Kommunionkinder hat sie inzwischen einen anderen Abgabeort im Auge: die katholische Kirche in Hilfarth. Gespräche mit dem Küster laufen. „Jetzt hoffe ich, dass die Kinder noch einmal zu motivieren sind und Steine bemalen.“ Die Kiste ist jetzt nach Hil­farth umgezogen, an die St.-Leonhard-Kirche – aber eben nicht zum Mitnehmen.

(DG)