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Hückelhoven/Mönchengladbach: Pepperoni brillieren im Roncalli-Zelt

Hückelhoven/Mönchengladbach : Pepperoni brillieren im Roncalli-Zelt

Viel Beifall für eine glanzvolle Show der Schüler-Artisten. In Mönchengladbach ziehen sie alle Register ihres Könnens.

Mit dem Einrad Rock'n'Roll ge-tanzt, Jonglage, Akrobatik und Artistik: Die Zirkus-AG "Pepperoni" des Gymnasiums Hückelhoven trat im Zirkus Roncalli auf. Höhenangst hatten sie nicht, die Schülerinnen und Schüler von der Zirkus-Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium Hückelhoven, die von Bianca Schiff geleitet wird. Die jungen Artisten hatten am Wochenende ihren großen Auftritt in Mönchengladbach: Der Zirkus Roncalli hatte den jungen Kollegen eigens sein Zelt für ihre Aufführung zur Verfügung gestellt.

Manege frei hieß es dann für die neun- bis 20-jährigen Artisten, die ihr neues Programm präsentierten: Eine teils atemberaubende, teils lustige Mischung aus Akrobatik, Artistik und Jonglage.

Hannah Latour wickelte nicht nur das Publikum ein, sondern auch sich selbst: Am Vertikaltuch turnte sie in atemberaubender Höhe von drei bis vier Metern, schlang das Tuch um ihre Füße, machte Spagat oder ließ ihren Körper kopfüber hinuntergleiten.

Überhaupt nahmen spannende Darbietungen in luftiger Höhe einen breiten Raum im Programm ein: Marisa Krings verzauberte das Publikum am Trapez, während Laura Schlutter und Anika Goldenberg am Luftring überzeugten. Bei Julia Henftling und Nora Schafhausen ging es um Teamwork und genaue Abstimmung: Begleitet von den Klängen einer Geige führten sie gemeinsam anspruchsvolle Akrobatik-Elemente am Trapez vor. Höhenangst kannte auch Saskia Klotz nicht. Zum Song "Engel" von Rammstein und in etwa vier Metern Höhe brillierte sie mit Eigenkreationen am Vertikalseil. Atemberaubend ihr "Abfaller", als sie sich plötzlich ein Stück in die Tiefe fallen ließ. Aber Saskia Klotz konnte noch mehr: Einradfahren nämlich. Gemeinsam mit Ramona Liebernickel tanzte sie nicht nur Rock'n'Roll auf dem Einrad, sondern sogar den Gangnam Style von Psy. Das ist schon ohne Einrad ziemlich schwierig.

Bei seiner Solo-Jonglage konnte Florian Blümel dem staunenden Publikum beweisen, dass er tatsächlich nur zwei Hände braucht, um mit sechs Bällen gleichzeitig zu jonglieren. Mit Kraft, Körperbeherrschung und Eleganz begeisterten Lea Kreutzer, Sophie Latour, Lea Scheffczyk und Michelle Schopphoven das Publikum mit ihrer Zweier- und Gruppenakrobatik. Und auf dem Balance-Brett Rola-Bola zeigten Theepiga Hemakanthan, Lea Leisten, Ina Haustein und Luca Warncke erstaunliches Talent. Zum Schluss führten Tobias Hojka und Lukas Sachse dann Kunststücke mit dem Diabolo vor.

Eltern, Großeltern und Mitschüler spendeten viel Applaus am Ende einer fast 75-minütigen, hochkarätigen Aufführung. Auch Bianca Schiff zeigte sich begeistert und sparte nicht mit Lob für ihre Artisten. "In einem richtigen Zirkuszelt aufzutreten, das ist schon etwas anderes als in der Aula der Schule", sagte Lea Scheffczyk: "Das war etwas Besonderes."

(drlp)