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Hückelhoven: Neue Rettungswache stärkt Standort

Hückelhoven : Neue Rettungswache stärkt Standort

An der Rheinstraße in Hückelhoven wird für den Rettungsdienst eine größere und zeitgemäßere Wache gebaut. Die Straße wird dafür hinter der Feuerwache verlängert. Künftig stehen mehr Rettungswagen als bisher zur Verfügung.

Zum nächsten Jahr soll in Hückelhoven eine neue Rettungswache bezogen werden, die in Kürze an der Rheinstraße errichtet werden soll. Als Investor baut Frauenrath, die Rettungsdienst im Kreis Heinsberg gGmbH zieht als Mieterin ein. Das Grundstück für die neue Rettungswache liegt am Ausbauende der Rheinstraße, die dafür um 16 Meter verlängert werden muss, und im Rücken der Feuerwache an der Hilfarther Straße.

Beengt ist die Rettungswache in Hückelhoven bisher in Räumen neben der Feuerwache untergebracht. Konzipiert worden war sie vor einem Vierteljahrhundert als Außenwache von Erkelenz und mit Platz für ein Fahrzeug. Schon vor sechs Jahren war der Kreis Heinsberg, als er den alle fünf Jahre notwendigen Rettungsdienstbedarfsplan aufstellte, zu dem Schluss gekommen, dass die alte Wache entweder erweitert oder eine neue Wache gebaut werden muss. "Eine Erweiterung war nicht möglich", berichtet Ralf Rademacher, Geschäftsführer des Rettungsdienstes. "Wir gingen auf Suche nach einem Grundstück." Benötigt wurde eine Fläche, die dieselben einsatztaktischen Vorzüge wie der bisherige Standort besitzt: "Auf uns kam dann das Unternehmen Frauenrath zu, das sich als Investor anbot." Da der Kreis Heinsberger Rettungsdienst mit dem Rückmieten der Wache in Heinsberg bereits sehr gute Erfahrung gemacht habe, hätten die Parteien sich für Hückelhoven auf dasselbe Modell des Zusammenwirkens einig werden können: "Jetzt hoffen wir, dass der Baubeginn in Kürze erfolgt." Entworfen hat das Gebäude das Hückelhovener Architekturbüro Greven.

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Platz geschaffen wird für künftig sechs Rettungswagen, wobei geplant ist, tagsüber vier ständig in Hückelhoven vorzuhalten. "Hückelhoven ist eine Rettungshauptwache, von der aus auch die Rettungswache in Wassenberg und der Notarztstandort in Wegberg betreut werden. Heute stehen dort im Tagesdienst drei Fahrzeuge, künftig werden es vier sein, zwei Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen", erläutert Rademacher. "In der Nacht ist derzeit ein Wagen in Hückelhoven, zukünftig werden es zwei sein." Das sei vom Kreis Heinsberg bereits 2015 bei der Aufstellung des Rettungsdienstbedarfsplans beschlossen worden. Rademacher zu den Gründen für die sowohl bauliche Vergrößerung als auch die Erhöhung der Einsatzwagen: "Zum einen verzeichnen wir kreisweit ein deutlich steigendes Einsatzaufkommen bei der Notfallrettung von fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Und zum anderen ist der Standort Hückelhoven strategisch wichtig, weil er zentral liegt und von dort in Erkelenz, Heinsberg und teilweise auch in Geilenkirchen ausgeholfen werden kann."

Anstelle von zwei Mitarbeitern werden ab 2017 nachts in Hückelhoven vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes vor Ort sein. Tagsüber werden es acht Mitarbeiter und der Wachleiter sein sowie Auszubildende und Praktikanten. Dafür gebaut werden Aufenthalts- und Ruheräume, Umkleiden, ein Besprechungsraum und ein Wachleiterbüro sowie eine Desinfektionsschleuse, die die Rettungshauptwache Hückelhoven derzeit beispielsweise noch gar nicht besitzt.

(spe)