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Mühlenbachschule Baal nutzt Online-Telefonie mit neuer Telefonanlage

Modernisierte Grundschule in Baal : Direkter Draht in Klassen und ins Homeoffice

Per Telefon in alle Klassen: Die Mühlenbachschule Baal hat eine neue Telefonanlage. Die Vorteile zeigten sich im Lockdown und nutzen auch im Präsenzunterricht.

In jede Klasse muss ein Telefon, das war in der Mühlenbachschule schon seit Jahren klarer Wunsch. „Gerade in einer Schule des Gemeinsamen Lernens ist es wichtig, dass die sich im Unterricht befindenden KollegInnen zu jedem Zeitpunkt schnell Informationen und Hilfestellungen telefonisch abrufen können“, so Schulleiter Dieter Frohnhofen.

 „Aber auch verspätete Krankmeldungen können schnell und ohne lange Wege problemlos weitergegeben werden.“ Rechtzeitig vor dem Lockdown begannen die Arbeiten, und jetzt ist die fertige Anlage erprobtes Beispiel für Internet-Telefonie auch in anderen Einrichtungen.

Durch eine Serverumstellung waren die bis dahin in den Klassen vereinzelt angeschlossenen Altgeräte unbrauchbar geworden. Dieter Frohnhofen suchte Hilfe bei der Firma P3, die zunächst unbürokratisch helfen wollte. Schnell wurde klar, dass die bisherige Installation nicht mehr funktionieren konnte. So wurden Lösungsmöglichkeiten erörtert bei einem Ortstermin mit der Firma gnTel in der Schule, bei dem Vertreter der Stadt Hückelhoven als Schulträger anwesend waren.

Im Gespräch stellte Patrick M. Schmitz von der Firma gnTel detailliert die Möglichkeiten einer modernen Telefonanlage mit neuen Endgeräten dar. Außerdem bot er an, eine solche Anlage exemplarisch in die Mühlenbachschule von der Firma P3 einbauen zu lassen, um an einem Standort in Hückelhoven beispielhaft den Stand und die Möglichkeiten der heutigen Telefontechnik aufzuzeigen. Die Schulleitung war begeistert, der Schulträger stimmte zu. So konnte Mitte Februar, kurz vor Karneval und der damit wegen Corona sofort verbundenen Schulschließung mit den Arbeiten begonnen werden.

Schon während der Schließung der Schule lagen die Vorteile der neuen Anlage auf der Hand. Direktor Frohnhofen steckte sein Telefon in seinem Arbeitszimmer zu Hause ein und war sofort unter der Rufnummer der Schule im Homeoffice erreichbar. War das Sekretariat besetzt, konnte über interne Nummern kostenfrei miteinander telefoniert werden.

Jetzt läuft der Präsenzunterricht wieder: „Wegen Corona sind feste Lerngruppen in den Klassenräumen eingerichtet worden, die die Kollegen und Kolleginnen nicht alleine lassen dürfen“, berichtet Dieter Frohnhofen. Jetzt sei es sehr hilfreich, wenn man sich schnell intern gegenseitig erreichen kann: „Kinder mit auftretenden Krankheitssymptomen können sofort gemeldet werden. Am Telefon kann dann die Vorgehensweise mit der Schulleitung abgesprochen werden. Auch die sozialpädagogische Fachkraft oder die Sonderpädagogin können von den Klassenleitungen telefonisch angefordert werden.“ Aber auch schon morgens am Eingangstor vor Unterrichtsbeginn kann die diensthabende Kollegin oder der diensthabende Kollege mit seinem Funktelefon in jedem Klassenraum anrufen, um Besonderheiten, Nachfragen der Eltern oder andere Dinge abzusprechen.

Maik Kohlmann, Konrektor in der Mühlenbachschule Baal, bestätigt: „Den Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler unter den besonderen Hygieneregeln zu organisieren ist schon schwer genug, aber die neue Telefonanlage und der damit verbundene kurze Draht unter allen Beschäftigten der Schule ist ungemein hilfreich.“

Jetzt wird mit gnTel und der Firma P3 Datentechnik noch geklärt, welche zusätzlichen Funktionen hilfreich sein könnten. Zum Beispiel könnten morgens die Krankmeldungen der Kinder in einem Frage-Antwort-Menü abgefragt werden. Rufumleitungen könnten programmiert, Mailboxen eingerichtet, verpasste Anrufe per E-Mail gemeldet oder wichtige Meldungen bei Sturmwarnung oder anderen besonderen Neuigkeiten angesagt werden.

 Eine ganz wichtige Funktion: „Bei besonderen Gefahrenlagen in einer Schule kann mit dem eingebauten Telefonnetz eine Warnung an alle Klassen- und Funktionsräume der Schule weitergegeben werden“, so Schmitz.

Sollte die Online-Telefonie im Stadtgebiet – in Hückelhoven gibt es alleine 14 Schulen – weiter ausgebaut werden, könnten alle angeschlossenen Teilnehmer kostenfrei intern miteinander telefonieren. „Das spart viel Geld“, ist Dieter Frohnhofen überzeugt.