Mobiles Impfteam in Hückelhoven Corona-Impfungen am Gymnasium

Hückelhoven · 40 Jugendliche haben das Angebot an der Schule wahrgenommen. Das freute auch Schulleiter Arnold Krekelberg, der darin einen Weg sieht, den Schulalltag wieder so normal wie möglich gestalten zu können.

 Eine Schülerin Sakine lässt sich gegen das Corona-Virus impfen (Symbolfoto).

Eine Schülerin Sakine lässt sich gegen das Corona-Virus impfen (Symbolfoto).

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Donnerstagmorgen um kurz nach 8 Uhr im Gymnasium Hückelhoven. Während in den Klassenräumen der Bildungsanstalt in den oberen Etagen der normale Unterricht anläuft, finden sich einige der Schülerinnen und Schüler im Untergeschoss ein, um dort von einem mobilen Impfteam des Impfzentrums Erkelenz an dessen letztem Tag ihre Zweitimpfungen zu empfangen. Die Schüler der Oberstufe waren bereits eine Woche zuvor an der Reihe, nun sind es die der Mittelstufe, also die 12- bis 17-Jährigen.

Einzeln kommen die Jugendlichen in den Raum, die notwendigen Unterlagen wie ihren Impfausweis und die ausgefüllten Bögen haben sie dabei. Bevor sie dann die Impfung erhalten, misst eine der Mitarbeiterinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die die Ärzte des Impfzentrums unterstützen, bei den Jugendlichen die Temperatur. Das Prozedere kennen die meisten von ihnen bereits vom ersten Termin vor drei Wochen. An diesem Tag ist kurzfristig noch eine Erstimpfung dazu gekommen. Der notwendige zweite Termin muss allerdings nun selbst über einen Hausarzt organisiert werden, da das Impfzentrum dann bereits geschlossen hat.

Arnold Krekelberg, Schulleiter des Gymnasiums in Hückelhoven, beobachtet die Durchführung aus einiger Entfernung. Er freut sich über jede Impfung, die verabreicht werden kann. „Je höher die Quote ist, desto sicherer können wir den Schulalltag bewältigen“, sagt er. Nach den Sommerferien gab es ein Angebot des Impfzentrums, ein Team in die Schule zu schicken. „Das haben wir gerne angenommen“, betont Krekelberg. zunächst war es nur für Oberstufenschüler vorgesehen, nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) auch für Jugendliche ab zwölf Jahren. Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler haben sich dazu entschlossen, das freiwillige Angebot anzunehmen, berichtet der Schulleiter. Das höre sich zunächst nicht nach viel an, aber er habe den Eindruck, dass einige Schüler der Oberstufe bereits in den Sommerferien auf anderem Wege ein Impfangebot wahrgenommen hätten.

Die Impfung bei Schülern und im Kollegium sei ein Faktor, im Alltag mit der Pandemie besser zurecht zu kommen, sagt Krekelberg. Bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen und beim Lüften habe sich inzwischen eine Routine eingespielt. Infektionen bei Schülern habe es nur wenige gegeben, die Ansteckungen haben nicht in der Schule, sondern im privaten Umfeld stattgefunden. Trotzdem bleibt man am Gymnasium vorsichtig. Denn, das ist dem Schulleiter klar, die Zahlen können sich schnell verändern, besonders mit Blick auf die kalten Monate.

Trotz alledem kehrt das Gymnasium Schritt für Schritt zurück zu mehr Normalität. Die Pausenzeiten wurden nach den Sommerferien wieder angepasst, es finden auch wieder Wandertage und Exkursionen statt. Alles im Rahmen der Hygienemaßnahmen. „Schule ist schließlich mehr als nur Unterricht“, sagt Krekelberg. Er gehe davon aus, dass der Präsenzunterricht auch im Winter nicht wieder eingeschränkt werde. „Da schwingt aber natürlich auch die Hoffnung mit“, sagt er.

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