Hückelhoven: Mit Fairness im Schwarzlicht zum Erfolg

Hückelhoven : Mit Fairness im Schwarzlicht zum Erfolg

Der Fußball leuchtete neonfarben, die Westen der Spieler neongelb oder neonorange, und die Halle war komplett dunkel. Markierungen und Tore waren ebenfalls neonfarben. Den Fairness-Pokal holten die Superkickers Erkelenz.

Das Vier-Städte-Streetsoccerturnier feierte zum vierten Mal sein Finale, diesmal in der Sporthalle der Gemeinschaftshauptschule In der Schlee. Die Besonderheit in diesem Jahr war die in Schwarzlicht getauchte Halle beim Endspiel: "So etwas gab es meines Wissens nach in Deutschland noch nie!", erzählte Markus Bassauer, Streetworker für die Stadt Hückelhoven. In dem Zusammenhang dankte er ganz besonders Christoph Derichs von Music 'n Light aus Gangelt, der das letztlich ermöglicht hatte, denn es war anscheinend gar nicht so einfach, jemanden zu finden, der eine komplette Sporthalle mit entsprechenden Lampen beleuchtet. Der evangelische Kirchenkreis Jülich hatte das Turnier zusammen mit Bassauer und den Jugendzentren aus Jülich, Geilenkirchen, Oberbruch, Übach-Palenberg und Hückelhoven organisiert.

Unter dem Motto "All together now" können Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 21 Jahren am Turnier teilnehmen. Dieses Jahr hatten sich zwölf Mannschaften aus dem gesamten Kirchenkreis Jülich angemeldet. "Wir haben hier immer eine bunte Vielfalt mit mindestens 16 Herkunftsländern, Afrika, Libanon, Deutschland, Spanien, Türkei, es ist alles dabei", sagte Bassauer.

Neben der niedrigen Startgebühr (vier Euro pro Person) ist den Veranstaltern Fairness ganz wichtig. Beim Finale wird daher an erster Stelle der Fairness-Pokal verliehen, danach kommen die normalen Platzierungen. Und da gilt: Jede Mannschaft bekommt einen Pokal und jeder Spieler eine Medaille. Weil Fairness bei diesem Turnier so groß geschrieben wird, reißen sich die Schiris vom Schiedsrichterverband förmlich darum, dabei sein zu dürfen, erzählt Bassauer.

Gaby Bügler, Jugendbildungsreferentin, sieht die Veranstaltung als Ort, "um sich untereinander kennenzulernen und die Rolle des Gastgebers sowie der Gäste einzunehmen". Faszinierend sei es für sie auch, dass bei den Spielen noch nie etwas Schlimmes passiert ist. "Die Turniere sind wichtig für die Vernetzung zwischen den Einrichtungen. Es entstehen dadurch ja dann auch andere Zusammenarbeiten", erzählt Bügler. Damit die kostenlose Verpflegung durch Brötchen, Äpfel, Müsliriegel, Wasser und Co. möglich ist, helfen immer um die 20 Ehrenamtler mit.

Den Fairnesspokal holten sich dieses Jahr die Superkickers aus Erkelenz. Das Turnier haben die Superkickers aus Jülich gewonnen, gefolgt von Fantaenergy aus Hückelhoven und dem FC Bulls aus Übach-Palenberg. Das nächste Turnier wird voraussichtlich wieder gegen Ende des nächsten Jahres stattfinden.

(drü)