Mit Bagger und Hebegeschirr: Feuerwehr Hückelhoven rettet Pferd aus der Rur

Tierrettung an der Rur bei Oberbruch : Feuerwehr rettet erschöpftes Pferd aus Schlammloch

Erleichtert waren alle Beteiligten über eine gelungene Tierrettung an der Rur. Ein Pferd war im Schlamm eingesunken.

In einem Altarm der Rur ist am Montag ein Pferd so unglücklich im Schlamm eingesunken, dass es sich nicht mehr selbst befreien konnte. Mit vereinten Kräften retteten die Feuerwehren aus Oberbruch und Hückelhoven das Tier aus dem tiefen Morast. Der Hückelhovener Rüstwagen, der um 16.54 Uhr ausrückte, verfügt über ein Rettungs-Hebegeschirr für Großtiere, das nicht alle Feuerwehren vorrätig haben.

„Beim Ausreiten wollte ein Reiter das Pferd, wie schon so oft, an der Stelle trinken lassen“, berichtete Oliver Krings von der Feuerwehr Heinsberg. Dabei erschreckte sich das Tier, machte einen Satz zur Seite und versank. Der Reiter, der ihm nicht helfen konnte, rief um 15.58 Uhr die Feuerwehr Heinsberg. Die konnte im unwegsamen Gelände in der Nähe des Eilandhofes ihre Drehleiter nicht einsetzen und versuchte, mit Seilwinde und Brettern einen „Ausstieg“ aus der misslichen Lage zu schaffen. Für das bereits erschöpfte Pferd bestand Lebensgefahr, und es hätte sich auch die Beine brechen können. Schließlich organisierte ein Feuerwehrmitglied einen Bagger bei einem Unternehmen, Einsatzleiter Hans-Leo Schreinemachers rief die Hückelhovener mit ihrem Spezialhebegeschirr, eine Tierärztin sedierte das 26 Jahre alte Pferd leicht. So konnte nach einer Dreiviertelstunde die Rettung beginnen, die nach weiteren 15 Minuten glücklich endete. Auf der Wiese wurde das Pferd stabilisiert, bis es wieder selbst stehen und weggeführt werden konnte.

Mit dem Hebegeschirr hängt das Pferd sicher an der Krankette und wird vorsichtig aus seiner misslichen Lage gehoben. Foto: Oliver Krings
Das Pferd war im Uferschlamm der Rur tief eingesunken. Foto: Oliver Krings

Die Feuerwehr freute sich über die gelungene Rettung – und einen Dankesbrief vom Reiter, so Krings.