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Hückelhoven: Mehr Waldfläche in Hückelhoven

Hückelhoven : Mehr Waldfläche in Hückelhoven

Inventur im Wald: Das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde ist alle zehn Jahre im städtischen Wald unterwegs. Fazit: Es gibt positive Strukturen. Im Ausschuss wurde klar, dass die Abfallgebühren sinken.

Das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde hat Inventur gemacht. Etwa alle zehn Jahre ist das nötig. Das Ergebnis stellte Oberforstrat Joachim Knoth in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vor. Demnach, so Knoth, sei die Waldfläche auf dem Stadtgebiet größer geworden.

"Wir finden im städtischen Wald positive Strukturen und einen guten Pflegezustand vor. Die Fläche eignet sich für die Naherholung und für den Biotop- und Artenschutz", so Knoth. Vor allem das Hasenglöckchen, auch als Blaue Blume bekannt, sei ein Highlight. Die Pappelfläche ist bewusst verkleinert worden, dagegen hat sich die Anzahl der Eichen wegen der guten Standortbedingungen erhöht. Wie Joachim Knoth weiter ausführte, macht der Anteil des Nadelholzes im städtischen Wald nur fünf Prozent aus - im Landesvergleich ein geringer Wert, so der Oberforstrat. Positiv merkte er aber an, dass der Hückelhovener Wald vom schweren Pfingststurm nicht besonders betroffen war. Das Regionalforstamt kündigte an, dass es weitergeht mit der Aufforstung. Im nächsten Sommer will Knoth den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses die Situation vor Ort erläutern.

Was den Forstwirtschaftsplan für 2015 betrifft, so stehen Aufwendungen in Höhe von 38 800 Euro (unter anderem für Neukulturen, Nachbesserungen, Kultur- und Jungwuchspflege sowie Waldschutz und Verkehrssicherung) Erträge in Höhe von 25 000 Euro (aus Holzeinschlag und Holzverkauf) gegenüber. Aufforstungen sind unter anderem in Hilfarth (Kapbusch), in Doveren/Baal (Am Hintersten Berg und Gansbroich) und in Ratheim (im Bereich des Reitplatzes) vorgesehen. Wie Forstamtmann Claus Gingter erklärte, werden im Bereich des Waldschutzes die Kulturen nicht mehr eingezäunt, sondern durch preisgünstigeren Einzelschutz gegen den so genannten Wildverbiss geschützt.

Indes hatte Helmut Holländer, der Kämmerer der Stadt Hückelhoven, für die Bürger gute Nachrichten im Zusammenhang mit den künftigen Abgabenbescheiden. Denn: In der Abfallentsorgung werden die Gebühren sinken. Holländer verdeutlichte dies am Beispiel der Restmülltonnen, hier sinken die Gebühren um 17,2 Prozent (Beispiel 120-Liter-Tonne: Gebührensatz 2014 104,67, neu: 86,69 Euro). In der Gebührenkalkulation Abwasser ist eine Erhöhung von 3,12 auf 3,47 Euro vorgesehen. Holländer nannte dabei einen interessanten Vergleich: Lag der Wasserverbrauch im Jahr 1991 bei über drei Millionen Kubikmeter, liegt der Wert heute bei 1,6 Millionen Kubikmeter. Unverändert bleiben unterdessen die Gebühren bei der Straßenreinigung, da die Stadt Hückelhoven, so Holländer, von einem "normalen Winter" ausgeht.

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