Mehr Raum für die Ganztagsschule

OGS-Anbauten in Hückelhoven und Ratheim : Mehr Raum für die Ganztagsschule

Die Nachfrage nach OGS-Plätzen steigt in Hückelhoven kontinuierlich. Darum sollen an der Michael-Ende-Schule in Ratheim und an der Peter-Jordan-Schule in Hückelhoven neue Räume für die Ganztagsbetreuung entstehen.

Der funktionelle Schulbau von gestern hat ausgedient. Heutzutage stellt die Ganztagsschule Schulträger und Architekten vor die Aufgabe, die Gebäude so auszubauen, dass sie dem neuen Verständnis von Schule und Unterricht gerecht werden. In der Ganztagsschule werden Schulräume zu Orten des Zusammentreffens, der Bewegung, der Kreativität und zu Oasen der Ruhe. Dort kommen die Kinder nach dem Unterricht hin, essen gemeinsam zu Mittag, machen ihre Hausaufgaben und haben die Möglichkeit mit anderen Kindern zu spielen oder an angeleiteten Aktionen teilzunehmen. Im Bauausschuss der Stadt Hückelhoven wurden am Dienstagabend die Erweiterungspläne für die Peter-Jordan-Schule in Hückelhoven (In der Schlee) und die Michael-Ende-Schule in Ratheim (Wallstraße) vorgestellt.

Die Peter-Jordan-Schule ist eine Förderschule, die das viel diskutierte Prinzip der Inklusion als großes Leitziel verfolgt. Die Schule fördert Kinder in den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache. Für die Betreuung im Rahmen der OGS wurden in der Peter-Jordan-Schule beim seinerzeitigen Neubau keine Räume vorgesehen, weil es zu dieser Zeit an den Hückelhovener Schulen noch keine OGS gab. Seit September 2009 wird durch die Schule ein Raum zur Verfügung gestellt, der jedoch nicht ausreichend ist, da es bereits zwei Betreuungsgruppen gibt und die Nachfrage kontinuierlich steigt. Deshalb hat das Hückelhovener Architekturbüro Greven nach Abstimmung mit dem Schulverwaltungsamt und der Leitung der Peter-Jordan-Schule einen Anbau der neuen OGS-Räume auf der Fläche der heutigen Sporthalle geplant, die abgerissen wird. Der Anbau ist 265 Quadratmeter (brutto) groß, die Kosten dafür beziffert das beauftragte Architekturbüro Greven auf 894.000 Euro.Vorgesehen sind zwei je 50 Quadratmeter große Betreuungsräume, dazwischen ein Nebenraum (25qm), ein Flur mit Garderobe (54qm), ein Abstellraum (8qm) und ein Büro (14qm). Die Verbindung zum bestehenden Schulgebäude wird über einen weiteren Flur (16qm) geschaffen. Von außen soll sich der eingeschossige Anbau farblich und in der Formensprache den bereits vorhandenen Gebäuden anpassen.

Die Planung für den OGS-Anbau der Michael-Ende-Schule an der Wallstraße in Ratheim stellte Jenny Herings vom Hückelhovener Architekturbüro Emondts vor. Der Anbau wird 550 Quadratmeter (brutto) groß und soll 1,33 Millionen Euro kosten. Der Zugang wird über den heutigen Hausmeisterraum ermöglicht, es sind helle Räume mit großen Fenstern nach vorne zur Wallstraße hin vorgesehen. Geplant sind unter anderem ein großer Mehrzweckraum (85qm), eine Küche (36qm) mit Lager (10qm), sanitäre Anlagen, ein Büro (16qm) eine Garderobe (13am), ein Putzraum (3qm), ein Aufzug im Flur sowie in einem weiteren Stockwerk zwei Gruppenräume (78 und 83 Quadratmeter) und ein Ruheraum mit 38 Quadratmetern.

Im zweigeschossigen Anbau für die OGS der Michael-Ende-Schule an der Wallstraße in Ratheim sollen hinter großen Fensterflächen unter anderem ein Mehrzweckraum, eine Küche, zwei Gruppenräume und ein Ruheraum entstehen. Foto: Architekturbüro Emondts

Auf Anregung des Ersten Beigeordneten Helmut Holländer soll ein Eckfenster aus der vorliegenden Planung entfernt werden – aus Kostengründen. Die Mitglieder erklärten sich in der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses sowie des Bau- und Umweltausschusses im Rathaus mit den Plänen der beiden Hückelhovener Architekturbüros einverstanden.

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