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Mehr Frauen als Männer in der GdG Hückelhoven ehrenamtlich in Leitungsfunktion

Bilanz in der GdG Hückelhoven : Frauen bilden das Rückgrat kirchlicher Aktivitäten

Kirche lebt vom Ehrenamt. Das zeigt die Bilanz der neun katholischen Kirchengemeinden der GdG Hückelhoven mit rund 18.000 Katholiken.

Angestoßen von der Initiative „Maria 2.0“ im Sommer 2019 wollten sich die Verantwortlichen im GdG-Rat einen Überblick verschaffen, wie es um das Ehrenamt in den neun Pfarreien im Stadtgebiet bestellt ist. Eines vorweg: Gerade die Frauen bilden das Rückgrat der kirchlichen Aktivitäten.

Jede Pfarrei füllte Fragebögen aus, in denen die verantwortlichen Frauen und Männer nach Tätigkeiten aufgelistet wurden – nur die Ehrenamtlichen, die ein Wahlamt, eine Beauftragung oder einen besonderen Dienst im Auftrag der Pfarrei oder eines katholischen Verbandes ausüben. 1038 Personen nehmen in der GdG eine verantwortliche Aufgabe wahr. 644 Frauen und 394 Männer nehmen Leitung wahr. Da einige zwei oder drei Aufgaben übernommen haben, zeichnen die 644 Frauen für insgesamt 849 Dienste in der GdG, bei den 394 Männern sind es 508 Dienste.

Kirchenvorstände sind primär männlich besetzt (elf Frauen, 49 Männer). Im Pfarreirat (pastorale und inhaltliche Aufgaben) dominieren die Frauen (62) vor den Männern (24). Zusammen in beiden Leitungsgremien bringen 146 Personen Leitungserfahrung mit. Dazu Hiltrud Derix, Vorsitzende des GdG-Rates: „Es ist erfreulich, dass so viele Menschen in der GdG Verantwortung und Leitung übernehmen und so lebendiges Gemeindeleben aufrechterhalten.“

In den neun Kirchen leiten 120 Frauen und 51 Männer Wortgottesdienste, übernehmen den Lektorendienst oder teilen die Kommunion aus. Vier Frauen und ein Mann versehen den Beerdigungsdienst im Auftrag der Kirche. In der Seniorenarbeit, Caritasarbeit oder Katechetenarbeit haben ebenfalls in der Mehrzahl Frauen die Leitungsfunktionen inne.