Kreismusikschule Heinsberg führt Singspiel in "Hänsel und Gretel" in Hückelhovener Aula auf

„Hänsel und Gretel“ in Hückelhovener Aula : Märchenklassiker als Singspiel

Zu einem Singspiel für Kinder hatte die Kreismusikschule Heinsberg nach Hückelhoven eingeladen. Das Stück war angelehnt an die Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Am 10. November wird es noch einmal in Dremmen aufgeführt.

„Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald“ – so beginnt das bekannte Lied aus dem Märchenklassiker. Beim interaktiven Singspiel „Hänsel und Gretel“ in Hückelhoven konnten auch die Kinder im Publikum mitsingen. Dazu hatte im Rahmen der Sonderkonzertreihe zu ihrem 50-jährigen Bestehen die Kreismusikschule Heinsberg eingeladen. Leiterin Gerda Mercks erklärte: „Wir wollten in unsere Sonderkonzertreihe unbedingt eine Veranstaltung aufnehmen, die sich hauptsächlich an Kinder richtet und zu der einfach alle hinkommen können.“ So war die Aula des Gymnasiums Hückelhoven gut gefüllt und zahlreiche Kinder fieberten bei der verkürzten Singspielfassung der Märchenoper von Engelbert Humperndick mit. Doch sie konnten beruhigt sein, die Geschichte war lediglich an das Original angelehnt und fand ein gutes Ende.

In der gezeigten Singspielfassung machen sich Hänsel (Anita Gomer) und Gretel (Sophie Rademacher, 14 Jahre) alleine auf den Weg in den Wald, um Früchte gegen ihren Hunger zu sammeln. Während sie sich die Zeit zunächst mit Tanzen und Singen vertreiben, verlaufen sie sich schließlich im Wald und müssen dort die Nacht verbringen. In der Nacht begegnen ihnen allerhand Figuren: Zunächst schaut das Sandmännchen (Kelly Niksch, 12 Jahre) vorbei und bereitet ihnen mit funkelndem Sand süße Träume. Auch eine Fledermaus (Amelie Stecklein, 9 Jahre) begegnet den Geschwistern. Geweckt werden sie schließlich am nächsten Morgen vom Taumännchen (Thao My Le, 20 Jahre) und treffenderweise bemerkt Hänsel: „Ich habe geträumt, dass uns ein Männchen mit Wasser aus einem Gießkännchen geweckt hat“. Frisch gestärkt beschließt er hiernach der Hexe im Knusperhäuschen das Handwerk zu legen, damit diese keine Kinder mehr zu sich locken kann. Beim Schlusswalzer tanzten alle fröhlich nach Hause, denn Hänsel hatte dem „Hexengraus“ ein Ende bereitet. Ellen Hinkel begleitete das Stück am Flügel. Unter ihrer Leitung studierte der Kinderchor des Projekts „JeKits“ („Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“), das an der Johann-Holzapfel-Grundschule in Doveren durchgeführt wird, einige kurze Lieder ein. Die Kinder traten dabei als Elfen und Feen auf. Regie führte Natalie Diart, Gesangsdozentin an der Kreismusikschule. Sie bereitete die fünf Solistinnen aus ihrer Gesangsklasse musikalisch auf das Stück vor. „Vor den Sommerferien haben wir damit angefangen die Stücke umzuarbeiten“, erzählt sie. Über die Ferien konnten die Schülerinnen beginnen, den Text auswendig zu lernen und die Töne zu üben. „Bis alle Dialoge saßen und kein falscher Ton mehr erklang, hat es natürlich eine Weile gedauert“, erklärte sie schmunzelnd. „Im September haben wir dann mit den szenischen Proben begonnen, die haben immer um die vier bis fünf Stunden gedauert.“

Auf der großen Bühne in der Aula des Gymnasiums standen die Schülerinnen dann zum ersten Mal bei der Generalprobe. „Das ist natürlich eine andere Kulisse, die zunächst für ein bisschen Nervosität und Aufregung gesorgt hat“, so Diart. Alle Rollen waren zur Sicherheit doppelt besetzt, falls eines der Mädchen ausfallen sollte. Die Zweitbesetzung wird das Singspiel am kommenden Sonntag, 10. November, um 10.30 Uhr im Marienkloster in Dremmen noch einmal aufführen.

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