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Konzert in Hückelhoven​: Bergkapelle musiziert an Schacht 3​

Konzert unter freiem Himmel in Hückelhoven : Bergkapelle musiziert an Schacht 3

Ohne Corona-Einschränkungen konnte die Bergkapelle Sophia-Jacoba auftreten. Warum Dirigent Rolf Deckers dieses Mal nicht den Taktstock geschwungen hat.

Mit dem bekannten Saarknappen-Marsch eröffneten sie den musikalischen Reigen. Rund zwei Stunden lang unterhielten die Mitglieder der Bergkapelle Sophia-Jacoba bei sommerlichen Temperaturen und freiem Eintritt ihr begeistertes Publikum an Schacht 3.

Die Sonntagskonzerte in der ehemaligen Zechenstadt haben eine lange Tradition. Weil es zurzeit keine Pandemie-Einschränkungen gibt, können sie endlich wieder stattfinden. Vize-Dirigent Ulrich Schwinkendorf leitete das beliebte Ensemble. Warum Rolf Deckers diesmal nicht den Taktstab schwang? Er ersetzte einen verhinderten Tubaspieler, nahm diesmal mit dem großen Blasinstrument ganz hinten im Orchester Platz.

Und weil der Bergkapelle Sophia-Jacoba auch einige musikbegeisterte Mütter angehören, wurden sie mit herzförmigen Pralinenschachteln an ihrem Ehrentag bedacht. Beim gut besuchten Platzkonzert unter freiem Himmel stellten die Hobbymusiker ihre Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis, als traditionelle Lieder im Wechsel mit zeitgemäßen Stücken zu hören waren. Whitney Houstons Erfolgshit „One moment in time“ erklang dabei ebenso wie die Slavonicka-Polka, der Tölzer Schützenmarsch oder die bekannte Finkensteiner Polka. Viel Applaus gab es auch für „Dem Land Tirol die Treue“, den schmissigen „Gruß an Oberbayern“, „Am wunderschönen Rhein“ sowie die „Böhmische Liebe“. Dass sich die aktiven Mitglieder der Bergkapelle Sophia-Jacoba auch auf bekannte Schlagermelodien und Oldies verstehen, machten sie bei ihrem Auftritt auf dem ehemaligen Zechengelände ebenfalls deutlich. Dem Album „Made in Italy“, aufgenommen vom Daniel-Sentacruz-Ensemble, hatten die Hückelhovener Musiker das Stück „Solaedo“ entnommen. Mit Großherzog Friedrich von Baden machten sie bekannt, um später „Frei wie der Adler“, den Deutschmeister-Regimentsmarsch und den Bergmannslieder-Marsch erklingen zu lassen.

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Detlef Stab, Vorsitzender des Fördervereins Schacht 3, versorgte mit seinem ehrenamtlichen Helfer-Team die zahlreichen Besucher mit kalten Getränken, warmer Erbsensuppe und Kuchenspezialitäten, sodass viele Sonntagsausflügler ein lohnendes Ziel unter dem Fördergerüst für sich entdeckten.