Konzert des Chores One of us mit Wolfgang Zerbin in Hückelhoven 2019

Konzert in Hückelhoven : Chorgesang vom Hoffen und Innehalten

Der Hückelhovener Chor „One of us“ hatte zum Pop- und Gospelchor-Projekt mit Dozent Wolfgang Zerbin in die Kirche St. Lambertus eingeladen.

„Unerwartet anders“: Nach dreitägigen intensiven Proben kam das Pop- und Gospelchor-Pprojekt mit Musiker und Komponist Wolfgang Zerbin zur Aufführung. Insgesamt 30 Teilnehmer, davon rund 25 Mitglieder des Hückelhovener Gospelchors „One of us“, boten in der gut gefüllten Pfarrkirche St. Lambertus ein ungewöhnliches Konzert, das von Sprechertexten unterbrochen wurde und seine Zuhörer nachdenklich stimmte.

Mit Melanie Herling-Giesen sowie Markus Netten trugen zwei Sprecher die Texte vor, die über jahrelange Erfahrungen als Lektoren der katholischen Pfarrgemeinde verfügen. Bereits vor eineinhalb Jahren starteten die Vorbereitungen, wie Vorsitzender Thomas Schmidt begeistert berichtete. Projektleiter Wolfgang Zerbin sei sehr gefragt, und das Werk passe nur in die Adventszeit, erzählte Schmidt. Mit brennenden Kerzen hatten die zahlreichen Mitwirkenden das Eingangsportal des Gotteshauses feierlich erleuchtet. Sie zogen in farbenfroher Kleidung durch das abgedunkelte Kirchenschiff nach vorn zum Altar, wo sie das Publikum rund eine Stunde lang in ihren Bann zogen. Die modern erzählte Weihnachtsgeschichte handele, so Thomas Schmidt, von Hoffen, Vertrauen, Erkennen, Innehalten, Umdenken und Erleben.

Das ungewöhnliche Chorwerk mit ausschließlich deutschen Texten basiere auf einer Idee, die über Jahre gereift sei, so Zerbin, der vielen als Dozent des Gospel-Workshops der Stadt Hückelhoven schon bekannt ist. Während englischsprachige Chorliteratur immer wieder auf den Markt komme, sei das deutsche Angebot dieser Stilrichtung deutlich überschaubarer. Aus diesem Grund habe er sich entschlossen, das Projekt ins Leben zu rufen. Umfangreiches Notenmaterial sowie eine CD-Produktion gehören dazu. Lieder wie „Bethlehem, du kleine Stadt“, „Was nicht sein kann, kann doch sein“, „Wo er einzieht, da ist Frieden“ oder auch „Nun müssen wir auch geh’n“ wurden im Pfarrzentrum Burg und im großen Speisesaal der benachbarten Lambertus-Pflegeeinrichtung gemeinsam einstudiert.

Solisten traten bei der rundum gelungenen Darbietung der Pop- und Gospelwerke immer wieder in den Vordergrund, begleitet vom bunt gemischten Hückelhovener Projektchor. Das ungewohnte Gegenüberstellen von Traditionellem sowie Neuem münde in der Frage, was die Advents- und Weihnachtstradition für jeden einzelnen bedeute, so Komponist Zerbin. Anhaltender Applaus belohnte die Aufführenden.