Jecke Frauen in St. Brigida Baal Gekonnt die Frauen erheitert

Baal · „Ich bin der Martin, ’ne“: Zum 55-jährigen Bestehen der kfd Baal ließen die Komiker Diether Krebs auferstehen. Sitzungspräsidentin Sibille Grates mimte die tollpatschige Kultfigur, Bärbel Knur sang und tanzte.

 Beim Saalkarneval der Frauengemeinschaft St. Brigida Baal dürfen Gabi Müller und Bärbel Knur nicht fehlen. Sie sangen eine Parodie und nahmen dabei die Cellulite in den Blick.

Beim Saalkarneval der Frauengemeinschaft St. Brigida Baal dürfen Gabi Müller und Bärbel Knur nicht fehlen. Sie sangen eine Parodie und nahmen dabei die Cellulite in den Blick.

Foto: Ruth Klapproth

Im voll besetzten Pfarrheim St. Brigida verriet Grates: „Diese Nummer haben wir vor 30 Jahren schon mal aufgeführt.“ Die Wiederholung von „Martin“ mit Überraschungseffekt brachte das begeisterte Publikum erneut zum Lachen. In ihrer Büttenrede als „Eine geplagte Ehefrau“ räumte sie ein, es in 42 Ehejahren nicht immer leicht gehabt zu haben.

Und auch zuvor die Suche nach dem Mann fürs Leben gestaltete sich alles andere als einfach. „Ich hatte mal einen Mathematiker, der war unberechenbar und einen Chemiker, der immer neue Verbindungen einging.“ Dann verriet die Ruricherin den Unterschied zwischen Joghurt und einem Mann: „Joghurt hat eine Kultur.“ Warum Schwiegermütter nicht in den Himmel kommen? „Drachen steigen nicht höher als 2000 Meter.“

Kartoffelsalat mit Würstchen: Im Café machte es Walli Windges der Serviererin Gabi Müller nicht leicht. Immer wieder änderte sie ihre Bestellung, sehr zum Ärger ihres Ehemannes (Roswitha Heyer). Die Geschichte „Der kaputte Auspuff“ trug die aus Rheydt stammende Walli Windges im Dialekt ihrer Heimatstadt vor. Cellulite-Leiden besangen Gabi Müller und Bärbel Knur.

In ihrer Paraderolle als „Et fussisch Julchen“ sorgte Hedwig Coenen für ausgelassene Stimmung. Die Brachelenerin, seit vielen Jahren als Sängerin der Brökeler Kappehäuer auf der Bühne im Einsatz, sang vom weißen Schwan und der schönen Fischerin, entführte nach Altenahr und versprach schließlich musikalisch: „Wir seh‘n uns wieder im nächsten Jahr.“

Auf Bundeskanzlerin Angela Merkel warteten Sitzungspräsidentin und Vorsitzende Sibille Grates sowie ihre fünf Mitstreiterinnen jedoch vergeblich – die Regierungschefin hatte ein Treffen mit dem französischen Präsidenten Macron vorgezogen, obwohl die jecken Baalerinnen sie bei der großen Jubiläumssause gern dabei gehabt hätten. Im Gegensatz zur Kanzlerin hatte die stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Axer die Einladung ins Pfarrheim gern angenommen und feierte im bunten Clownskostüm mit.

Als „Zwei giftige Freundinnen“ stellten Roswitha Heyer und Bärbel Knur einander bloß. Die längere Abwesenheit des Ehemanns, von Roswitha Heyer als angebliche Frischzellenkur beschrieben, enttarnte Bärbel Knur als Gefängnisaufenthalt. Büttenrednerin Ingrid Görtz als Putzfrau Röschen hatte viele urkomische Anekdoten zu berichten. Perle Emma (Gabi Müller) geriet immer wieder mit ihrer strengen Hausherrin (Walli Windges) aneinander, als Fahrschülerin berichtete Roswitha Heyer von ihren Anfängen auf der Straße.