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Interkulturelle Woche ab 22. September 2018 in Hückelhoven

Vielfalt in Hückelhoven : Beispiele für gelungene Integration

Um Solidarität, Frieden und Begegnungen geht es ab Samstag, 22. September, bei der Interkulturellen Woche in Hückelhoven.

„Vielfalt verbindet“ ist erneut das Motto der kreisweiten interkulturellen Woche, die am Samstag, 22. September, in Hückelhoven beginnt. „Die Sinnhaftigkeit der Veranstaltungen mit vielen Aktivposten in Hückelhoven ist aktueller den je“, unterstrich Bürgermeister Bernd Jansen bei der Vorstellung des Programms, „wir dürfen nicht müde werden, den Blick auf Integration zu richten. Und in Hückelhoven gibt es gute Beispiele für interkulturelles Zusammenleben.“ Und Landrat Stephan Pusch betonte als Schirmherr: „Wir reden nicht nur, wir zeigen den Menschen, dass ein Miteinander auch mit Andersartigkeit funktionieren kann.“

Traditionell eröffnet das Gymnasium Hückelhoven die Woche am Samstag, 17 Uhr, unter dem Leitthema „Solidarität verbindet in Vielfalt“. „Wir dürfen nicht zu einer ent-solidarisierten Gesellschaft werden“, appellierte Birgit Fluhr-Leithoff, Leiterin des Interkulturellen Arbeitskreises, „was dann passiert, haben wir in unserer eigenen Geschichte gesehen.“ Schüler werden berichten, wie wichtig „das ganz Kleine“ ist, am Beispiel des Zisternen-Projekts in Brasilien. Das solle zeigen, das jeder Verantwortung übernehmen kann. Es gehe um die Überlegung: „Was muss man tun, damit sich Menschen nicht auf Fluchtwege begeben müssen?“

„Aufstehen für den Frieden“, heißt es im ökumenischen Gottesdienst am Sonntag in der Ratheimer Friedenskirche. Mitwirkende aus drei Kontinenten gestalten den „Abend der Kulturen“ am Montag, 24. September, 19 Uhr, in der Aula. „In Hückelhoven leben Menschen aus 100 Nationen, das heißt, die halbe Welt ist hier vertreten“, so Fluhr-Leithoff. Und: „Integration findet jeden Tag statt, es sind nicht nur die großen Projekte, die zählen.“ Erneut gibt es ein „Antirassistisches Fußballturnier“ am Dienstag ab 9 Uhr im Glück-Auf-Stadion. Wie Begegnung trotz Sprachschwierigkeiten funktioniert, zeigt „Unser Treff – wir sind bunt“ im DRK-KAI, Rheinstraße 103, am Dienstag zwischen 17 und 19 Uhr.

In Heinsberg können Besucher eines musikalisch-kulturellen Abends am Mittwoch, 19.30 Uhr, portugiesische Fado-Musik kennen lernen. Der Eine-Welt-Laden Hückelhoven lädt für Donnerstag, 19 Uhr, zu einem musikalischen Abend mit Liedern und Texten aus aller Welt ins Café Lebensart in Hückelhoven ein.

„Musik und interkulturelles Buffet“ beinhaltet der Thementag in den Awo-Kindergärten am Freitag, 28. September: Familienzentrum Geilenkirchen, Beamtenweg 1, 14 bis 18 Uhr; Familienzentrum Hückelhoven, Im Rhin 47, 15 bis 18 Uhr; Familienzentrum Ratheim, Venner Hof 19, 15 bis 18 Uhr.

In Erkelenz stehen zum Abschluss am Freitag zwei Programmpunkte an. „Begegnungen verbinden“ ist das Motto beim Tag der offenen Tür im Migrationsfachdienst des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Jülich (Südpromenade 25). Ein Gottesdienst in Deutsch und Farsi (persische Sprache) wird am Freitag, 19 Uhr, in der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Gottes, Am Schneller 8-10, gefeiert. Im Mittelpunkt steht Psalm 117: „Lobet den Herrn, alle Völker, preist ihn, alle Nationen“.

Integration sei keine Einbahnstraße, sagte Bernd Jansen. Es müsse sich „auch die andere Seite“ bewegen. Pusch unterstrich Bemühungen auf Kreisebene, Position zu beziehen „gegen fremdenfeindliche Ansätze, die Europa zu einer Festung machen wollen“. Man müsse sich Leuten entgegenstellen, die gegen Migration sind und gegen alle, die anders sind. „Dieses Gespenst kommt immer wieder hoch.“ Anerkennend erwähnte er den gewachsenen Kreis von Personen und Institutionen, der sich für Integration einsetzt. Pusch betonte die Chance der alltäglichen Begegnungen, die zeigen: „Das ist nicht das unbekannte Wesen, das ist der Nachbar, der mit Euch zusammenlebt.“