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Integrativer Kindergarten der Lebenshilfe in Ratheim soll Familienzentrum werden

Zusätzliches Kontingent für Ratheim : Gütesiegel für Kita „Triangel“

Die integrative Einrichtung der Lebenshilfe soll zum Familienzentrum zertifiziert werden. Sie hat im vergangenen Jahr ihren Betrieb in dem Neubau am Diebsweg aufgenommen und will ihr Angebot weiterentwickeln.

Fünf Familienzentren sind im Stadtgebiet Hückelhoven zertifiziert: „Traumland“ an der Sophia­straße, St. Brigida Baal, St. Johannes der Täufer Ratheim, Arbeiterwohlfahrt Im Rhin im Verbund mit der Awo-Kita Venner Hof sowie St. Lambertus im Verbund mit St. Leonhard. Nun soll ein sechstes Familienzentrum hinzukommen: Die intergrative Kita „Triangel“ der Lebenshilfe soll ebenfalls das vom Land anerkannte Gütesiegel erhalten.

Die Stadt hat vom Landes-Jugendamt ein weiteres Kontingent zugewiesen bekommen. Familienzentren mit dem Gütesiegel erhalten einen zusätzlichen Zuschuss von 20.000 Euro pro Kindergartenjahr. Das bringt die Verwaltung nun für die neue Ratheimer Kita am Diebsweg, die vor einem Jahr eröffnet wurde, auf den Weg, beschloss der Jugendhilfeausschuss einstimmig. Das städtische Jugendamt wird alle mit der Antragstellung nötigen Formalitäten in Angriff nehmen.

In der neuen Kita in Ratheim, die im Februar 2019 ihren Betrieb aufnahm, werden 60 Kinder ab dem zweiten Lebensjahr aus dem Raum Hückelhoven, davon neun mit besonderem Förderbedarf, begleitet und individuell gefördert. Noch im selben Jahr hat die Lebenshilfe-Einrichtung einen Kooperationsvertrag mit dem VfJ Ratheim unterzeichnet und gemeinsame Aktionen geplant. Daher kam es zur Verleihung des Zertifikats „Anerkannter Bewegungskindergarten“ durch den Kreissportbund Heinsberg. Zugleich bekundete die Lebenshilfe großes Interesse an der Weiterentwicklung der „Triangel“. Da der Betrieb in der neu gebauten Kita jedoch gerade erst angelaufen war, wurde vereinbart, das Kontingent beim Landschaftsverband Rheinland auf das Kindergartenjahr 2020/2021 übertragen zu lassen. Ein Familienzentrum hat die Aufgabe, Eltern bei der Förderung ihrer Kinder umfassend zu unterstützen. Dazu gehört auch Sprachförderung. Angebote gelten auch für Familien, deren Kinder nicht die jeweilige Kita besuchen.

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„Die Zertifizierung der Einrichtung der Lebenshilfe, die insbesondere auch für Kinder mit Handicap ausgerichtet ist, würde auf diesem Weg zusätzliche Familien-unterstützende Ressourcen anbieten können“, erklärte Michael Thiemt vom Jugendamt. Daher werde die Weiterentwicklung aus jugendhilfeplanerischer Sicht ausdrücklich befürwortet.