Hückelhoven: Hückelhovener Wahrzeichen wird gründlich restauriert

Hückelhoven: Hückelhovener Wahrzeichen wird gründlich restauriert

Ab August 2018 wird das Schachtgerüst 3 des früheren Steinkohlebergwerks Sophia-Jacoba restauriert.

Der Bescheid über drei Millionen Euro des Regierungsbezirks ist bereits da, den Arbeitsbeginn zur Restaurierung des Schachtgerüsts des früheren Steinkohlebergwerks legte der Mitgliederversammlung des Fördervereins Schacht 3 am Freitagabend Horst Heinrichs von der NRW-Stiftung Industriedenkmalpflege frisch auf den Tisch.

Zuvor hatte Vereinsvorsitzender Detlef Stab verkünden können, dass Mitarbeiter des mit der Sanierung beauftragten Unternehmens auf der Gesamtanlage bereits Farbproben genommen haben, um der Denkmal-Verpflichtung nachkommen zu können, den traditionellen Ton in frischer Form treffen zu können.

80 der 1100 Mitglieder waren der Einladung des Vorstands zur Jahreshauptversammlung des Vereins gefolgt, dessen Aufgabe des Erhalts der bergbaulichen Tradition auch ein starkes Stück Kommunalpolitik ist, wie nicht nur am Vortrag des Zweiten Beigeordneten der Stadt Hückelhoven, Dr. Achim Ortmanns, deutlich wurde.

Detlef Stab schnitt in seinem Vorstandsbericht das Thema "Autobahnbeschilderung" an, das dem "Verein am Herzen liegt", indem er deutlich machte, dass mit Groß-Tafeln "Heinsberger Land" "niemand etwas anfangen kann", dass aber mit Schacht 3, dem Haus Hohenbusch, Begas Haus und der Selfkantbahn dem Profil der Region viel mehr gedient sei, "wir wollen für unsere Schilder kämpfen" rief er die Versammlung unter deren kräftigen Beifall auf.

  • Hückelhoven : Quartier Sophia-Jacoba aufwerten

Auf eine Frage von Mitglied Peter Zubkovic ("Heinsberg hat mehr Interesse an sich als an Hückelhoven, es muss hier das Hückelhovener Alte gezeigt werden") legte Ortmanns dar, dass die Stadt Interesse an der Beschilderung der Bergbautradition habe, diese Frage aber der Kreis Heinsberg behandele.

Auf die von Harald Kuske, wann und wo der vor Jahren angekündigte Ausbau des Schachtmuseums mit der Angliederung des Mineralienmuseums und weiterer Museen erfolge, verwies Ortmanns "auf die Folgejahre". Zunächst stünden die Gestaltung des "Sophia-Jacoba-Quartiers" mit Zechengelände und Wohngebiet im Vordergrund.

Die Gestaltung des Platzes am Schachtgerüst, die Arena, die Verknüpfung der Millicher und der Schaufenberger Halde mit einem neuen Park und die Verlegung des Glückauf-Stadions Richtung Grünsammelstelle an der Winkelhalde hätten Vorrang, diese Planungen liefen bis etwa 2021. Möglichkeiten der Museumserweiterungen oder -zusammenführungen ergäben sich an Schacht 3 oder am Friedrichplatz.

Peter Wilms interessierte sich für den Grund, aus dem heraus die Fläche an der Winkelhalde gegenüber der Grünsammelstelle, wo Park und Sportplätze entstehen sollen, geteert worden sei. Ob da wohl Kontaminationen abgedeckt worden seien? "Kontaminiert würde ich das nicht nennen", stellte Dr. Ortmanns fest, allerdings sei dort Aushub vom Bau großer Handelsmärkte Am Landabsatz gelagert, die habe man bituminös abgedeckt. Das werde beseitigt, wenn die Sportplätze dort gebaut würden. Die müssten vom jetzigen Standort weichen, da es dort starke Interessen großer Handelsfilialisten zur Ansiedlung gebe.

(isp)
Mehr von RP ONLINE