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Hückelhoven: Zoll findet menschlichen Schädel in der Post in Hückelhoven

Fund in Hückelhoven : Zollmitarbeiter entdecken menschlichen Schädel in der Post

Ein Schädel hat im Post-Verteilzentrum in Hückelhoven für Wirbel gesorgt. Der Absender stand unter Verdacht, die Totenruhe gestört zu haben. Zum Glück konnte das vermeintliche Verbrechen rasch geklärt werden.

Die Beamten beim Zoll sind sicher einiges gewöhnt. Besonders die an den Flughäfen eingesetzten Beamten haben schon zahlreiche kuriose Funde gemacht, von ausgestopften bedrohten Tieren über Schmuck und Bargeld – oftmals sehr gut versteckt. Was die Beamten des Hauptzollamts Aachen im Februar dieses Jahres allerdings bei einer Postkontrolle sicher stellten, dürfte für sie auch eher zu den ungewöhnlichen Funden gehören. Denn die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Aachen untersuchten im Rahmen einer Postkontrolle in einem Verteilzentrum in Hückelhoven ein Paket. In dem aus den Niederlanden stammenden Päckchen befand sich ein menschlicher Schädel.

Das Paket wurde daraufhin in zollamtliche Verwahrung genommen und der Schädel zur Prüfung der Echtheit der Uniklinik Aachen vorgelegt. Ein Experte des Klinikums bestätigte, dass es sich um einen echten menschlichen Schädel einer weiblichen Person handelte und dass sich dieser aufgrund von Verfärbungen sehr lange unter der Erde befunden haben musste. Daraufhin nahm die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ihre Ermittlungen auf und leitete ein Strafverfahren gegen den Empfänger des Paketes ein. Der Vorwurf: Störung der Totenruhe. Da der Adressat im Sauerland wohnte, wurde das Verfahren zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft in Arnsberg übergeben.

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Umfangreiche Ermittlungen der Behörden ergaben allerdings, dass der niederländische Versender den Schädel bereits im Jahre 2016 von einem Arzt kaufte. Der Mediziner selbst hatte den Schädel schon im Jahre 1972 angeschafft und bis zu seinem Ruhestand zu Anschauungszwecken in seiner Praxis verwandt. Da die Tatbestandsmerkmale der Störung der Totenruhe nicht erfüllt waren, wurde das Strafverfahren gegen den Mann aus dem Sauerland durch die Staatsanwaltschaft Arnsberg eingestellt.

(mwi)