Hückelhoven: Stadt möchte Freibad am Kapbusch mit neuen Gebäuden ausstatten und sich einem gastronomischen Investor anschließen

Stadt Hückelhoven schlägt Investition vor : Neubaupläne für Freibad am Kapbusch

Während ein Investor im Freibad am Kapbusch einen Neubau für Gastronomie plant, möchte die Stadt Hückelhoven ihre Infrastruktur erneuern, um den Naturbadesee zu attraktivieren. Positiv fielen erste Reaktionen der Politik aus.

Für das Freibad am Kapbusch plant ein Investor, das gastronomische Angebot zu erweitern und dafür neu zu bauen – dem will sich die Stadt Hückelhoven anschließen und schlägt der Politik vor, Geld in eine eigene Baumaßnahme zu investieren. Erneuert werden sollen die Duschen, Toiletten, Umkleiden wie auch die Kasse und der Sozialraum für den Badewärter. Erste Pläne wurden dem Bauausschuss vorgestellt, während im Rathaus am Kostenplan noch gearbeitet wird. Dieser soll dem Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 18.September, vorgelegt werden.

„Unsere Gebäude im Freibad am Kapbusch sind in die Jahre gekommen und genügen nicht mehr dem Standard“, erklärte Beigeordneter Achim Ortsmanns den Mitgliedern des Bauausschusses. „Deshalb ist die Idee entstanden, sie zu erneuern und baulich an die geplante Gastronomie heranzurücken.“ Sollten die Politiker zustimmen und würden sie dafür zusätzliche Geldmittel in den Kommunalhaushalt einstellen, könnte das Projekt „kurzfristig mit dem gastronomischen Investor umgesetzt werden“.

Idyllisch liegt das Freibad zwischen den Stadtteilen Hilfarth und Brachelen an der Landstraße 364. Der Natursee bietet einen etwa 14.000 Quadratmeter großen Schwimmbereich, der je nach Witterung von Mai bis August geöffnet hat. Sonnen können sich die Besucher auf einem mit weißem Sand aufgefüllten Uferbereich. Wasserattraktionen, ein Klettergerüst und ein Volleyballplatz gehören zu den Spielangeboten. Eine sehr gute Saison erlebte das Freibad im Rekordsommer 2018, als an 81 Öffnungstagen 29.245 Gäste gezählt wurden, darunter 10.096 Kinder.

Die Stadt Hückelhoven plant ihren Neubau so, dass das Freibad am Kapbusch künftig barrierefrei erreicht werden kann, erläuterte Ortmanns. Vorgesehen ist ferner, die Zuwegung zu erneuern. Die heutigen Gebäude sollen in den Folgejahren abgerissen werden, kündigte der Beigeordnete an.

Bevor gebaut werden kann, muss der Investor noch ein Lärmschutzgutachten vorlegen, sagte Ortmanns, ließ aber wissen, „dass uns die erste Einschätzung des Gutachters sagt, dass wohl keine Probleme zu erwarten sein werden“. Mit Auflagen sei möglicherweise aber dennoch zu rechnen, „zum Beispiel für den Geräuschpegel am Abend. So etwas haben wir allerdings an vielen Stellen in der Stadt.“

Die Verkehrsbelastung auf der Annastraße in Brachelen zu beobachten, bat Heinz-Josef Kreutzer (CDU). Er schlug vor, den Ort zu entlasten, indem die Zufahrt zum Freibad künftig nur noch über die Landstraße erfolgt. Bürgermeister Bernd Jansen sagt zu, die Thematik im Blick zu behalten, so wie er auch der SPD versprach, dass der geplante Neubau „erst der Anfang sein soll“. Denn Jörg Leseberg hatte erklärt: „Das wird eine Attraktivierung, kann aber nicht abschließend sein.“

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