Hückelhoven: Pläne zum Außengelände der Gemeinschaftsgrundschule Hilfarth im Bauausschuss

Pläne vorgestellt : Schulneubau: Es muss gespart werden

Die Gemeinschaftsgrundschule Hilfarth wird neu gebaut. Dazu stellte die Verwaltung im Bauausschuss die Pläne für das Außengelände vor. Fazit: Weil die Lage im Baugewerbe angespannt bleibt, muss Einsparpotenzial her.

Die Pläne zum Neubau der Gemeinschaftsgrundschule in Hilfarth werden weiter konkretisiert. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses stand die Gestaltung des Außengeländes nun auf der Tagesordnung. Dabei scheint ein nicht ganz unerheblicher Aspekt gelungen zu sein – nämlich Kosten zu senken, um auf den allgemeinen Trend in Bezug auf die Kostenentwicklung im Baugewerbe vorbereitet zu sein. Wie Achim Ortmanns, der Technische Beigeordnete der Stadt Hückelhoven, in der Sitzung sagte, müsse man sich mit höheren Kosten als die bislang kalkulierten durchaus beschäftigen.

In erster Linie ging es allerdings zunächst um die Planung des Außengeländes der neuen Grundschule in Hilfarth. Mit den Plänen war das Aachener Unternehmen 3Plus Freiraumplaner beauftragt. Michael Keller vom Amt für Gebäudemanagement stellte den Ausschussmitgliedern die Details des Entwurfs vor, die mit der Schule und den im Rathaus beteiligten Fachämter abgestimmt sind.

Aufgeteilt werden die Arbeiten am Außengelände der neuen zweizügigen Grundschule in zwei Bauabschnitte. Der erste Bauabschnitt beinhaltet die derzeit nicht bebauten nutzbaren Außenflächen, die im Zuge der Baumaßnahme entsprechend der Planung hergestellt werden können. Der zweite Bauabschnitt umfasst den aktuell mit dem alten Schulgebäude bebauten Bereich der Außenanlagen, der erst nach dem Abbruch des alten Gebäudes hergerichtet werden kann.

Verbunden sind die Arbeiten mit der sinnvollen Anbindung und Eingliederung der bestehenden Sporthalle an der Callstraße. An der Ecke Callstraße/Goethestraße werden 20 Parkplätze mit Pflasterbelag entstehen, die sich jedoch nicht direkt an die elf Bestandsplätze vor der Sporthalle anschließen, sondern durch eine Zufahrt voneinander abgetrennt sind. Das künftige Schulgebäude, das an der Goethestraße und Uhlandstraße liegen wird, erhält einen Vorplatz. Das große Außengelände schließst sich weiter von der Uhlandstraße in Richtung Schillerstraße an. Hier ist eine Asphaltfläche mit Spielinseln vorgesehen. In Form einer Art Amphitheater soll dort auch das „Grüne Klassenzimmer“ für 50 Kinder entstehen. Denkbar auf dem Außengelände sei auch ein Kinderdschungel auf einem Hügel. Zwischen Schulgebäude und Sporthalle ist eine Rasenfläche mit zwei Toren konzipiert. Letztlich soll die Mensa, die sich zur Uhlandstraße erstreckt, eine Außenterrasse bekommen.

Jeweils an der Callstraße und an der Schillerstraße wird es einen Zaun mit Tor geben. An der Schillerstraße soll unterdessen die bestehende Pausenhalle erhalten bleiben. Bloß: Heinz-Josef Kreutzer, CDU-Fraktionsvorsitzender, konnte sich mit diesem Plan nicht anfreunden – aus optischen Gründen, quasi Neubau auf der einen und die eher unschöne Pausenhalle auf der anderen Seite. Technischer Beigeordneter Achim Ortmanns legte die Zahlen vor, die belegen, dass das Bauprojekt Einsparpotenzial suchen muss. Derzeit veranschlagt sind insgesamt 6,5 Millionen Euro, darin enthalten sind rund 653.000 Euro brutto, die in einem Vorentwurf für das Außengelände anfielen. Im Verlauf der weiteren Planungen stieg wegen der besonderen Situation der Entwässerung die Kostenschätzung auf zwischenzeitlich 783.000 Euro.

Daher musste also rechtzeitig eine Kostenoptimierung her: Einsparpotenzial sah man unter anderem bei den Lehrerparkplätzen, am Fußballfeld, bei zunächst geplanten Sitzbänken am Haupteingang, bei der Zahl der Räume und generell beim Planungsumfang des Gebäudes. So sanken die Kosten schließlich auf 556.000 Euro. Das so eingesparte Geld müsse jedoch für die bereits erwähnte zu erwartende Kostensteigerung berücksichtigt werden, so Hückelhovens Technischer Beigeordneter Achim Ortmanns, der weiter sagte: „Die Lage im Baugewerbe bleibt allgemein weiter angespannt.“

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