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Hückelhoven: Kommentar über Respekt in Corona-Zeiten

HIV-Positiv in der Corona-Zeit : Neben Abstand ist Respekt gefragt

Das Beispiel eines HIV-positiven Mannes aus Hückelhoven zeigt, wie fatal es für die gesundheitlich Angeschlagenen in unserer Gesellschaft ist, wenn wir sorglos mit dem Virus umgehen. Wer sich an einfache Regeln hält, schützt Menschen wie ihn.

Vor rund drei Monaten war Karneval. Und da traf das Coronavirus den Kreis Heinsberg mit voller Wucht. Es war der Zeitpunkt, an dem in Peter (Name von der Redaktion geändert) noch mehr kaputt ging, als es ohnehin schon ist. Dass er HIV-positiv ist und an der Lungenerkrankung COPD leidet, macht diese Zeit für ihn so gefährlich, dass er sich nicht mehr aus dem Haus traut.

Das Problem für ihn sind die Menschen, die das Virus auf die leichte Schulter nehmen, es für ungefährlich halten und die allzu sorglos damit umgehen und auf diese Weise die Menschen, die Risikopatienten sind, einer extremen Gefahr aussetzen. Der gesunde Mensch hat einfache Mittel, um sich und andere zu schützen. Der Aufwand, beispielsweise Geschäfte nur mit Mundschutz zu betreten, ist kein großer, auch wenn es nach wie vor ungewohnt erscheinen mag, die Maske ständig mitzuführen, weil sie außerhalb von zu Hause gebraucht wird.

Wer das konsequent umsetzt, gibt Menschen wie Peter ein Signal, sich draußen zumindest kurzzeitig wieder aufhalten zu können.