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Hückelhoven: Integrationshilfen per Poollösung an Peter-Jordan-Schule

Peter-Jordan-Schule in Hückelhoven : Integrationshilfen werden per Poollösung umgesetzt

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses ging es um die Umsetzung einer Idee, über die die Stadt Hückelhoven schon Ende 2018 erstmals gesprochen hat.

Die Zahl der Integrationshelfer im Zusammenhang mit der Realisierung schulischer Inklusion ist stark angestiegen. Darauf machte die Stadt Hückelhoven in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses aufmerksam. Doch wie können diese Hilfen künftig aussehen? Beschlossen ist zunächst, dass das Jugendamt der Stadt Hückelhoven an der Peter-Jordan-Schule künftig eine Poollösung für schulische Integrationshilfen umsetzen soll.

Ermöglicht werden soll festes Personal, das Jugendamt sprach in der Sitzung von einem Zukunftsmodell. In der bisherigen Verfahrensweise des Sozialgesetzbuches SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfe, führten die Zuweisungen von Integrationshilfen meist zu einer schülerbezogenen 1:1-Betreuung, was bedeutet, dass jeder leistungsberechtigte Schüler bzw. jede Schülerin mit nachgewiesener seelischer Behinderung und Teilhabebeeinträchtigung eine eigene und personalisierte Integrationshilfe erhielt. Jedoch stellte die Stadt Hückelhoven schon Ende des Jahres 2018 Überlegungen an, zu einer Umsetzung der Poollösung zu kommen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten.

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So kann eine Poollösung im sozialrechtlichen Dreiecksverhältnis (Hilfeempfänger/Träger/Jugendamt) erfolgen. Heißt: Es erfolgt eine passgenaue Betreuung durch individuelle Bedarfsfeststellung und Steuerung im Hilfeplanverfahren. Durch die individuelle Hilfeleistung per Verwaltungsakt ist keine Ausschreibung notwendig. Laut Verwaltung sei der hohe Verwaltungsaufwand nachteilig. Die zweite Idee ist die Poollösung als infrastrukturelles Angebot. Hier entfällt das einzelfallbezogene Verwaltungs- und Hilfeplanverfahren, denn der Pool wird als niedrigschwelliges Angebot an der Schule vorgehalten, womit eine strukturelle Verankerung an der Schule gegeben ist. Nach Angaben der Stadt Hückelhoven würde diese Lösung eine deutlich erleichterte Koordination im laufenden Schulbetrieb ermöglichen, zudem führt sie auch dazu, klassenübergreifend flexibler Integrationshilfen einzusetzen. Diese Lösung wäre auch kostengünstiger.