1. NRW
  2. Städte
  3. Hückelhoven

Hückelhoven: Großbrand in einer Firma an der Rheinstraße

Feuerwehr Hückelhoven im Einsatz : Großbrand in einer Firma an der Rheinstraße

Zu einem Großbrand in einem Firmengebäude an der Rheinstraße wurde die Hückelhovener Feuerwehr am frühen Mittwochabend (4. November) gerufen. Rund 120 Feuerwehrleute aus Hückelhoven, Wassenberg und Erkelenz sind im Einsatz.

Die Brandmeldeanlage in der Firma Low & Bonar (früher Mehler) hatte um 18.18 Uhr ausgelöst. „Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute stand ein Gebäudeteil im rückwärtigen Bereich in Vollbrand“, berichtete Feuerwehr-Sprecher Josef Loers am Einsatzort. Die Einsatzleitung hatte dann rasch den Brand auf „Feuer 3, Industriehalle“ hochgestuft und überörtliche Hilfeleistung angefordert. Sie rückte auch aus Wassenberg und Erkelenz an. Der Parkplatz vor dem Center Shop wurde zum Bereitstellungsraum für Feuerwehrfahrzeuge, den Rettungsdienst und Notarzt.

Das Feuer war nach Angaben von Josef Loers in der „Pasteküche“ des Betriebs für Kunststoffplanen ausgebrochen. Der Gebäudeteil ist als explosiver Bereich ausgewiesen. Das Unternehmen stellt hochwertige Garne, Fasern, Industrietextilien und beschichtete Gewebe sowie Verbundwerkstoffe her.

Verletzte gibt es nach Angaben der Feuerwehr keine. Alle Mitarbeiter waren rechtzeitig ins Freie gelangt und hatten sich an Sammelpunkten aufgestellt – laut Loers „alle vollzählig und wohlbehalten“.

Auch die Dachhaut der Halle war in Brand geraten. Mit einer Riegelstellung bekämpfte die Feuerwehr von der Drehleiter aus die Flammen, auch innen wurde die Brandbekämpfung vorgenommen. Weil die Halle hermetisch abgeschottet ist, blieb das Feuer auf den Entstehungsbereich beschränkt und griff nicht auf Produktionsräume und die Silos mit Pulver zum Anmischen der Werkstoffe über.

In Hückelhoven-Mitte, Hilfarth und Doveren kam es durch den Brand zu Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag. Warn-Apps für Smartphones riefen die Bevölkerung in den betroffenen Stadtteilen dazu auf, Fenster und Türen vorsorglich zu schließen sowie Klima- und Lüftungsgeräte abzuschalten, da gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden konnten. Die Messeinheit des Kreises Heinsberg nahm Schadstoffmessungen im Umkreis vor.

Nach Abschluss der Löscharbeiten dauerte der Einsatz mit Kontrolle der Dachhaut und Suche nach möglichen Glutnestern an. Zur Schadenshöhe und zur Brandursache gibt es noch keine Angaben.