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Hückelhoven: Feuerwehrlehrgang abgeschlossen

Hückelhoven : Feuerwehrlehrgang abgeschlossen

Über fünf Wochen haben die Wehrleute im Bereich der Gefahrgutausbildung gepaukt. Erstmals fand der Lehrgang in einer neuen Umgebung außerhalb der Hauptwache in Hückelhoven statt.

Anfang des Monats ist für 15 Einsatzkräfte der Stadt Hückelhoven sowie aus der benachbarten Stadt Heinsberg eine fünfwöchige Ausbildung im Bereich der Gefahrgutausbildung zu Ende gegangen, die insgesamt über 70 Unterrichtsstunden umfasste.

Erstmals fand der Lehrgang in einer neuen Umgebung außerhalb der Hauptwache in Hückelhoven statt, und zwar im vor zwei Jahren sanierten Gerätehaus der Löschgruppe Kleingladbach. Die großzügige Fahrzeughalle biete viel Platz für die Schutzbekleidungen und das Übungsmaterial, und ermögliche das Entzerren der Lehrgänge und eine Entlastung für die Hauptwache. Schwerpunkt dieses Lehrgangs war die Abwehr von Gefahren durch atomare, biologische und chemische Stoffe im Feuerwehreinsatz. Bei diesen gefährlichen Wirkstoffen müsse die Lage sowie die Gefahrstoffe genaustens identifiziert werden, damit die Einsatzkräfte bestens geschützt die Bekämpfung der Gefahrenlage begegnen können, betonen die Verantwortlichen.

Nach der Erlangung von Grundwissen im theoretischen Unterricht, wie etwa die Auswirkung von atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen auf Körper, Gesundheit und die Umgebung, wurde auch der Umgang mit unterschiedlichen Messgeräten und Schutzausrüstungen gelehrt. Das gewonnene Wissen haben die Teilnehmer dann im Zuge von zahlreichen praktischen Übungen vertieft, sei es bei der Suche von radioaktiv verunreinigtem Material in einem verunfallten Transporter oder die Sicherstellung von auslaufenden chemischen Stoffen in unterschiedlichsten Gefahrenlagen. Dies wurde realitätsnah an einer transportablen Übungsanlage geübt. Hier konnten verschiedene Techniken zur Abdichtung von Leckagen und Austauschen von Bauteilen mit allen möglichen Ausrüstungsgegengestände, die im Gefahrguteinsatz der Feuerwehren zur Verfügung stehen, geübt werden.

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Damit eine Verunreinigung aus der Einsatzstelle nicht verschleppt werden kann, wurde die Übungseinsatzstelle in Absperrbereiche unterteilt, und nach jedem Einsatz die Feuerwehrkräfte und Ausrüstungsgegenstände, die im Gefahrenbereich waren, dekontaminiert.

Zum Abschluss des Lehrgangs haben die Teilnehmer ihr erlangtes Wissen und Können in einer theoretischen sowie praktischen Prüfung unter kritischer Beobachtung des Wehrleiters Sven Lange, seines Stellvertreters Frank Bocken und des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Claus Vaehsen unter Beweis gestellt.

Die Gutachter konnten die gute Arbeit des Ausbilderteams rund um Lehrgangsleiter Brandoberinspektor Christoph Breuer bezeugen und allen Teilnehmern zum erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs gratulieren.