Hückelhoven: Fest der Kulturen zum Abschluss der Interkulturellen Woche

Fest der Kulturen in Hückelhoven : Russischer Borschtsch und spanischer Flamenco

„Hückelhoven verbindet“ lautete das Motto beim großen Fest der Kulturen. Damit endete die Interkulturelle Woche.

Sie balancierten Säbel auf ihren Köpfen, traten in farbenprächtigen Kostümen auf. Ein Hauch von Orient umwehte die Hückelhovener Mehrzweckhalle, als sieben Bauchtänzerinnen aus der Gruppe „Couscous“ die Bühne einnahmen. „Hückelhoven verbindet“ lautete das bezeichnende Motto beim großen Fest der Kulturen, das den Abschluss der Interkulturellen Woche bildete. Bürgermeister Bernd Jansen hatte die Schirmherrschaft übernommen, als sich Vereine und Organisationen in ihrer bunten Vielfalt einer breiten Öffentlichkeit präsentierten.

Temperamentvoller Flamenco mit der Band „Sangre Gitana“, indische Köstlichkeiten mit Huhn und Reis, russischer Tee aus dem Samowar, Borschtsch, das russische Nationalgericht aus Roter Bete und Rindfleisch, türkische Lahmacun-Pizza und typische Volkstänze aus der Heimat der Tamilen. Und mittendrin sie: Fatima Deckers, Trommellehrerin, Marokkanerin und seit mehr als einem Vierteljahrhundert in der Region Heinsberg zu Hause. „Ich habe meine kleinen und großen Schüler mitgebracht. Unser Projekt heißt ,Wir sind bunt‘“, erzählte Fatima Deckers begeistert. Flüchtlinge und Deutsche lassen sich in Hückelhoven von ihr gemeinsam unterrichten. Beim Fest der Kulturen zeigten die Trommelschüler, was sie bei Fatima Deckers gelernt haben.

Mit dem Bewegungslied „Aufstehen, aufeinander zugehen“ begeisterten die Mädchen und Jungen aus dem Ratheimer Familienzentrum mit Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Mit einer selbst verfassten Strophe wiesen die kleinen Sänger auf das AWO-Jubiläum hin. Vor 100 Jahren wurde die Organisation gegründet. Auch im Doverener Waldkindergarten „Die Frischlinge“ hatte man sich gründlich auf das große internationale Fest vorbereitet. Ein niederländisches Kinderlied und ein Folkloretanz aus der Türkei wurden mit viel Applaus belohnt.

In ihren selbstgenähten roten und dunkelgrünen Kleidern, die an die Farben der Vogelbeere und der Eberesche erinnern sollen, zogen die Mitglieder des Erkelenzer Frauenchores „Rjabinushka“ viele bewundernde Blicke auf sich. Unter der Leitung der Chorleiterin und Dirigentin Natascha Reder vermittelten die Sängerinnen einen kulturellen Einblick in ihre russische Heimat.

Auch im Foyer wurde gemeinsam gefeiert – dort stellten sich die verschiedenen Vereine und Einrichtungen aus dem gesamten Stadtgebiet an Infoständen vor, darunter Pax Christi, die St. Gereon Seniorendienste, die Hückelhovener Tafel und das multikulturelle Projekt „Zusammen nähen“, das bereits seit zehn Jahren besteht und Frauen mit Migrationshintergrund mit der deutschen Sprache vertraut macht. Pflaumenlikör und Marmelade aus eigener Herstellung verkaufte die Jugendwerkstatt aus Hilfarth, Clown Willi aus Wassenberg knotete Einhörner, Hunde, Katzen und Schlangen aus bunten Luftballons. In die türkische Teestube lud der Verband der Islamischen Kulturzentren ein.

Mehr von RP ONLINE