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Hückelhoven: Doverener Frauen-Dreigestirn der KG Tipp sagt wegen Corona ab

Entscheidung bei der KG Tipp Doveren : Frauen-Dreigestirn sagt Regentschaft ab

Das Coronavirus macht dem ersten Frauen-Trio in der Geschichte der Karnevalsgesellschaft „Tipp“ Doveren einen gehörigen Strich durch die närrische Rechnung. Die Regentschaft soll nun ein Jahr später stattfinden.

Sie wollen als erstes Frauen-Dreigestirn in die Geschichte der Karnevalsgesellschaft „Tipp“ Doveren eingehen. Doch jetzt macht das Coronavirus ihnen einen Strich durch die Rechnung – jedenfalls vorerst. Ihr Plan: Hausfrau Heike Görtz (54) als Jungfrau, Erzieherin Sabine Garcia (47) als Bäuerin, Bürokauffrau Janine Gruntmann (42) wollten – wie schon in der Karnevalssession 2017/18 – noch einmal als Prinzessin für Aufsehen sorgen.

Jetzt fällte das jecke Trio, das seit vielen Jahren miteinander befreundet ist und gerne ausgiebig Karneval feiert, eine traurige Entscheidung: zurückzutreten, noch ehe die fünfte Jahreszeit überhaupt begonnen hat. Und auf die Session 2021/2022 mit Geduld zu warten. In der langen Geschichte der 1898 gegründeten KG „Tipp“ Doveren eine einmalige Entscheidung. In der Weihnachtszeit hatten die drei närrischen Damen beschlossen, gemeinsam als Dreigestirn der Traditionsgesellschaft für ausgelassene Stimmung sorgen zu wollen.

Aber: Es geht nicht – wegen der Pandemie, von der niemand weiß, wann sie endet. „Wir hätten nicht gewusst, wie viele Besucher zu unseren Veranstaltungen zugelassen werden und kommen möchten“, begründet Heike Görtz den Rückzug. „Letztlich hätten dem Verein dabei auch die Einnahmen gefehlt.“ Sabine Garcia stimmt ihr zu, gibt zu bedenken, dass es sich bei einer närrischen Regentschaft in der Regel um ein einmaliges Erlebnis handele, das man so schön wie möglich gestalten wolle.

Ob es im kommenden Jahr überhaupt Karnevalszüge geben werde, sei fraglich, so Garcia, die auch die Vorsitzende der 102 Mitglieder starken Gesellschaft ist. Von Städten wie Mönchengladbach oder Viersen habe man bereits erfahren, dass es in der nächsten Session keinen Straßenkarneval geben werde. „Wir haben jetzt die Zeit, es gemütlich angehen zu lassen“, meint Heike Görtz. Auch Janine Gruntmann hatte sich schon auf die Zeit ab November gefreut. „Ich war richtig traurig, als meine Session vorbei war“, gesteht sie.

Sechzehn feierfreudige Freundinnen und Familienmitglieder standen bereits als jeckes Gefolge in den Startlöchern. Gemeinsam habe man sich vorgenommen, neue Wege zu gehen und kein Dreigestirn im klassischen Sinne zu sein, betont das Damen-Trio, das nun noch fast eineinhalb Jahre auf seine jecke Zeit warten muss.

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