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Hückelhoven: Bedenken wegen Getränkemarkt-Neubau in Baal

Am Netto in Baal : Bedenken wegen Getränkemarkt-Neubau

Trotz mahnender Worte der Feuerwehr soll in Baal am Netto-Supermarkt ein Getränkemarkt entstehen. Schon jetzt beschweren sich die Wehrleute über eine häufig zugeparkte Zufahrt.

An der Krefelder Straaße in Baal soll ein Getränkemarkt entstehen – auf einer Fläche von etwa 600 Quadratmetern. Das plant der Grundstückseigentümer der Fläche des Netto-Supermarktes, um die Angebotsvielfalt des Standortes zu erweitern. Zur Schaffung des notwendigen Planungsrechtes wurde im Bau- und Umweltausschuss der Stadt Hückelhoven im Mai diesen Jahres beschlossen, den Bebauungsplan zu ändern. Im Juli fand eine Bürgerbeteiligung statt, zeitgleich wurden die Behörden und „sonstige Träger öffentlicher Belange über das Bauleitverfahren in Kenntnis gesetzt“, heißt es in der Beschlussvorlage. Denn in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurden  diese Stellungnahmen nun vorgestellt.

So berichtet der Geologische Dienst: „Das Areal befindet sich im durch Sümpfungsmaßnahmen des Braunkohlenbergbaus Garzweiler beeinflussten Bereich.“ Dadurch könne es zu Bodenbewegungen kommen, in Bereichen mit inhomogenem Untergrund möglicherweise auch zu ungleichmäßigen Bewegungsbeträgen.

Weitaus mehr Beachtung kam allerdings der Stellungnahme der Feuerwehr zuteil. „Die Feuerwache Hückelhoven erhebt Bedenken gegen den Standort des Getränkemarktes, da die Gefahr gesehen wird, dass es zu Behinderungen zwischen Kunden des Getränkemarktes, dem hierdurch entstehenden Pkw-Verkehr und den ausrückenden Feuerwehrfahrzeugen kommt“, heißt es dort. Das Feuerwehrgerätehaus befindet sich in Baal in unmittelbarer Nähe auf der Rückseite des Supermarktes. Auch manche der Bürger hegen ähnliche Bedenken wie die Feuerwehr und der Löscheinheit Baal, die sich in ihrer Stellungnahme der Feuerwache uneingeschränkt anschloss. Ein Getränkemarkt würde zudem zusätzlichen Lkw-Verkehr durch den Ort bedeuten.

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Ulrich Horst, Stadtverordneter der Grünen, führte aus, dass es bei seiner Partei nach den mahnenden Worten der Feuerwehr zu einem Umdenken gekommen sei. Im Mai habe man dem ersten Plan noch zugestimmt, nun aber werde man dem Beschlussvorschlag, den Bebauungsplan zu ändern, nicht zustimmen.

Der Technische Beigeordnete der Stadt Hückelhoven, Achim Ortmanns, versicherte, dass zahlreiche Maßnahmen in Planung seien, um die Feuerwehr zu schützen. So werden auf der Zufahrt Schilder mit absolutem Halteverbot aufgestellt, zudem soll mit einer grellen Farbe der Boden markiert werden, damit jeder verstehe, dass es sich dort um eine Feuerwehrzufahrt handele. Außerdem, so kündigt Ortmanns an, werde der Teil des Parkplatzes an der Seite zu Mitarbeiterparkplätzen umfunktioniert. Das bedeute, dass die Autos dort den Tag über kaum bewegt werden und so weniger Behinderungspotenzial herrsche.

Mit Gegenstimmen der Grünen wurde der Beschluss gefasst, trotz der Bedenken der Feuerwehr.