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Hückelhoven: Awo unterstützt erfolgreich Frauen

Jahresbericht vorgelegt : Awo unterstützt in Hückelhoven 13 Frauen mit sozialen Schwierigkeiten

In der Wohngemeinschaft soll Normalität in das Leben der Frauen zurückkehren. Oft haben sie vorher mit Obdachlosigkeit, Sucht und Gewalt zu kämpfen gehabt.

Die Arbeiterwohlfahrt im Kreis Heinsberg hat im vergangenen Jahr 13 Frauen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten in einer Wohngemeinschaft betreut. Das geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor, den die Awo jetzt vorgelegt hat.

In der WG in Hückelhoven leben Frauen, die vorher wohnungslos oder von der Obdachlosigkeit bedroht waren und nicht in der Lage waren, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu bewältigen. Laut Awo seien die Ursachen dafür häufig Finanz- oder Suchtprobleme, psychische Schwierigkeiten, Arbeitslosigkeit oder Gewalt. „Unser Ziel ist es, eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, die das Gruppengefühl stärkt und den Frauen die Möglichkeit bietet, in entspannter Situation über die Dinge zu sprechen, die sie erlebt haben“, sagte die Sozialpädagogin Elke Burbaum. Das gemeinsame Essen sowie Feste wie Weihnachten, Geburtstage und Ostern würden den Frauen „ein Stück Normalität“ zurückbringen. Dazu gebe es Bildungsangebote zu Themen wie Brandschutz, Hygiene, Erste Hilfe oder Selbstverteidigung. Auch Bastel- oder Sportangebote und Ausflüge stünden auf dem Programm.

In den vergangenen zehn Jahren lebten insgesamt 155 Frauen in der Wohngemeinschaft. Im vergangenen Jahr kamen vier neue hinzu. Vier Frauen verließen die Wohngruppe. Eine dieser Frauen lebt nun in einer anderen Wohnung der Awo. Eine ehemalige Bewohnerin lebt mit ambulanter Unterstützung ebenfalls in einer eigenen Wohnung. Eine andere Frau lebt nach Auszug aus der Frauenwohngruppe selbständig in ihrer eigenen Wohnung. Die vierte ehemalige Bewohnerin in eine Mutter-Kind-Einrichtung gezogen, nachdem sie ein Baby bekam.

Unterstützt werden die Frauen im Alltag von angehenden Familienhelferinnen,  die sich in ihrem Anerkennungsjahr befinden. Aileen Bienen, die seit dem September fest angestellt ist, berichtet: Ich konnte beobachten, dass sich die Bewohnerinnen über kreative Angebote freuen und so zu motivieren sind.“ Die Erfolge und Fortschritte in der täglichen Arbeit seien es, die den Job so schön machten: „Das Berufsanerkennungsjahr hat mir deutlich gemacht, dass ich mich für den richtigen Beruf entschieden habe. Besonders schön ist es, wenn eine Klientin es mit unserer Hilfe schafft, ihr Leben in den Griff zu bekommen und in eine eigene Wohnung ziehen kann.“

Das Team um Elke Burbaum komplettieren die Familienpflegerinnen Sabine Tim, Julia Moutarde und Aileen Bienen, Sozialpädagogin Anna Dillmann und Aushilfskraft Maya Kunert.

(RP)