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Hückelhoven: 5. Kinderfest auf der Millicher Halde

Kinderfest auf Millicher Halde : Bunte Einhörner und Mitmach-Spaß

Beim fünften Kinderfest zum Weltkindertag, zu dem Stadtjugendring und Jugendamt alle zwei Jahre auf die Millicher Halde einladen, wurden rund 2000 kleine und große Besucher gezählt. Die Organisatoren feierten ein kleines Jubiläum.

Clown Willi aus Wassenberg hat alle Hände voll zu tun. Aus bunten Ballons knotet der Spaßmacher auf Wunsch der kleinen Festgäste fantasievolle Einhörner, Pudel, Katzen, Elefanten oder Kraken. Willi gönnt sich kaum eine freie Minute, immer wieder stellen sich die Mädchen und Jungen in einer Reihe an.

Bei der fünften Auflage des Kinderfestes, das der Stadtjugendring in enger Kooperation mit dem städtischen Jugendamt alle zwei Jahre auf der Millicher Halde aus Anlass des Weltkindertages veranstaltet, wird ein kleines Jubiläum gefeiert: Seit zehn Jahren werden die kleinen Hückelhovenerinnen und Hückelhovener zu vielen spaßigen Mitmach-Aktionen hoch oben auf dem markanten Aussichtspunkt eingeladen. Alles ist kostenfrei, sodass jedes Kind die Möglichkeit zur Teilnahme hat.

„Ich war noch nie da oben“, sagt eine Mutter, die ihre beiden kleinen Töchter mitgebracht hat, während sie am Eingang auf den Shuttle-Bus wartet, der diejenigen auf die Halde bringt, die die Himmelsleiter nicht schaffen. Der Haldenzauber sei ihr zu teuer gewesen, erklärt sie. „Obwohl das bestimmt auch schön war.“

An rund 20 verschiedenen Spiel-Stationen sind vor allem Geschicklichkeit und Kreativität der munteren Schar gefragt. Pfadfinder, Technisches Hilfswerk, Tagesmütter und Erzieherinnen aus den Kindergärten im Stadtgebiet haben sich gründlich auf den Ansturm mit insgesamt rund 2000 kleinen und großen Gästen vorbereitet. Gesichterschminken, Balanceübungen auf stramm gezogenen Gurten und Ponyreiten gehören zum kunterbunten Programm auf der Halde.

Für die Verpflegung sorgen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel, die die Kids und ihre Familien mit Wasser und Apfelsaft, Falafel-Wraps, Obst und Gemüse, Zuckerwatte und Süßigkeiten versorgen. „Eine Mischung aus gesund und ungesund“, lacht Streetworkerin Tatjana Neumann. Beate Franz kommt dazu, die langjährige Leiterin des Kinder- und Jugendzentrums „Das Nest“. „Für sie ist es das letzte Kinderfest. Beim nächsten ist Frau Franz schon im Ruhestand“, erzählt Tatjana Neumann. Deshalb wird Beate Franz eine ganz besondere Ehre zuteil. Sie darf den Walnussbaum pflanzen, der künftig an das beliebte Kinderfest zum Weltkindertag erinnern soll. „Wir wollten einen Baum, der auch Früchte trägt“, so die Hückelhovener Streetworkerin.

Wie Bienen Honig liefern, zeigen die Heinsberger Landfrauen an ihrem Stand. Sie laden die Kinder nicht nur zum Probieren der beiden mitgebrachten Sorten „Frühlingsblüte“ und „Sommertracht“ ein, sondern zeigen ihren staunenden Besuchern auch, dass man Wabenkerzen ganz einfach selbst basteln kann. Am Nachmittag ist kein Material mehr da. „Mit einem solchen Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, gesteht Imkerin Maria Schmitz aus Waldfeucht augenzwinkernd. Die Rheinischen Landfrauen sind zum ersten Mal beteiligt, wollen sich auch beim nächsten Kinderfest in zwei Jahren wieder einbringen.

Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr gewährt die Hückelhovener Löschgruppe, die eines ihrer Einsatzfahrzeuge und eine Handspritzpumpe mitgebracht hat. Wer mindestens zehn Teilnahmestempel an den Spiel-Stationen gesammelt hat, erhält eine Urkunde des Stadtjugendrings. Auch Bürgermeister Bernd Jansen besucht das Kinderfest, das bei sommerlichen Temperaturen die Millicher Halde zu einem stark frequentierten Ausflugsziel macht.