Erkelenz: Hilfartherin trifft Minister und Kofi Annan

Erkelenz: Hilfartherin trifft Minister und Kofi Annan

Antrittsbesuch beim wiederberufenen Entwicklungsminister Müller: 60 Jugendliche fordern Ende extremer Armut.

Beim Entwicklungsminister Gerd Müller hat Steffi Brunell, ONE-Jugendbotschafterin aus Hilfarth, den ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan getroffen. Anlässlich des Weltfrauentages überreichten in Berlin 60 ONE-Jugendbotschafter aus ganz Deutschland Müller einen offenen Brief, der den Minister und andere politische Entscheidungsträger auffordert, die globale Bildungskrise zu beenden und Mädchen und Frauen zu stärken.

ONE ist eine entwicklungspolitische Lobby- und Kampagnenorganisation zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten, insbesondere in Afrika. Die 24-jährige Lehramtsstudentin (Uni Wuppertal) setzt sich seit 2017 als Jugendbotschafterin für bessere Lebensbedingungen in ärmsten Ländern ein. Weltweit können über 130 Millionen Mädchen keine Schule besuchen. Dabei ist Bildung für viele der einzige Weg aus der Armut. Der Antrittsbesuch beim wiederberufenen Minister war die erste Amtshandlung der Teilnehmenden des ONE-Jugendbotschafter-Programms 2018.

Die Jugendbotschafter waren für drei Tage in Berlin und appellierten an Gerd Müller, Ernst zu machen im Kampf gegen extreme Armut und Hunger in der Welt. Im Ministerium trafen sie auch auf den ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan und tauschten sich über die Stärkung von Mädchen und Frauen aus. Ihre Themen diskutierten die Jugendbotschafter zudem im Bundeskanzleramt mit wirtschafts-, finanz- und entwicklungspolitischen Mitarbeitern. In dem offenen Brief fordern die jungen Menschen Geschlechtergerechtigkeit ein. Ihre Mahnung: "Gerade in den ärmsten Ländern haben es Frauen und Mädchen besonders schwer. Eine Milliarde Frauen können kein Bankkonto eröffnen. Über 130 Millionen Mädchen weltweit haben keinen Zugang zu Bildung. Jeden Tag werden rund 39.000 Mädchen zwangsverheiratet."

"Sowohl bei internationalen Konferenzen als auch bei den anstehenden Haushaltsverhandlungen werden die ONE-Jugendbotschafter und -botschafterinnen keine Gelegenheit auslassen, um die neue Bundesregierung an ihre entwicklungspolitischen Versprechen zu erinnern", bekräftigte Steffi Brunell. "Da die Regierungsbildung abgeschlossen ist, geht es jetzt daran, die Politiker an ihr Versprechen zu erinnern, sich stärker für Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen und Taten einzufordern. Da ist vor allem Wilfried Oellers gefragt, der mir persönlich seine Unterschrift dafür gegeben hat." Workshops vermittelten den engagierten jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren Fachwissen zu Lobby-, Kampagnen- und Medienarbeit, sie machten Aktionen, trafen entwicklungspolitisch aktive Politiker und Politikerinnen. Die Arbeit unterstützen oft Prominente wie ONE-Mitbegründer und U2-Sänger Bono, Schauspielerin Maria Furtwängler, Comedienne Carolin Kebekus und Bill und Melinda Gates, Vorsitzende der gleichnamigen Stiftung (www.one.org; Twitter @ONEDeutschland).

(gala)