Über 100 Kilo Heroin Dealer aus Hückelhoven muss neuneinhalb Jahre hinter Gitter

Hückelhoven · Der 60-Jährige soll auf mindestens 15 Fahrten Heroin und Kokain durch ganz Deutschland gefahren haben. Er fungierte als Mittelsmann für eine niederländische Bande.

Das Landgericht in Mönchengladbach.

Das Landgericht in Mönchengladbach.

Foto: dpa/Roberto Pfeil

(cpas) Weil er mit riesigen Mengen Heroin und Kokain gehandelt hat, ist ein 60 Jahre alter Hückelhovener vor dem Landgericht Mönchengladbach zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Bonn hatte den Mann in einem früheren Verfahren bereits zu fünf Jahren und neun Monaten verurteilt.

Wie Justus Waßenberg, Sprecher des Landgerichts, mitteilte, soll der Mann zwischen September 2021 und November 2022 als Drogenkurier innerhalb von Deutschland fungiert haben. Er habe dabei für eine unbekannte Drogenbande aus den Niederlanden gearbeitet. Nachgewiesen werden konnten ihm zumindest 15 Fahrten, auf denen er meist Heroin und Kokain dabei hatte. Teilweise habe er auf einer Tour bis zu 18 Kilogramm Heroin mit dabei gehabt, insgesamt bewegt sich die Menge der gehandelten Drogen deutlich im dreistelligen Kilogrammbereich. An wen er die harten Drogen weiterverkaufte, ist teilweise noch nicht geklärt.

Klar ist jedoch, dass der Mann die Ware in seiner Firma in Hückelhoven aufbewahrte und mit einem Lieferwagen zu den Kunden fuhr.

Eingezogen wurde per Gerichtsbeschluss auch 82.000 Euro, die der Mann mit dem Drogenhandel verdient haben soll. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, auch gegen das Urteil aus Bonn aus dem Juli 2023 hat der 60-Jährige Revision eingelegt.

(cpas)
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